Die Voraussetzungen hätten unterschiedlicher nicht sein können – die LVB mit 4:0 Punkten furios gestartet, während Hoyerswerda nach zwei Niederlagen bereits stark unter Druck stand. Der Unterstützung in der Halle merkte man die Situation jedoch nicht an. Die Trommler und Fans sorgte für ein echtes Auswärtsspiel, wobei die Straßenbahner durch die Dresdener Jungs vom ESV, bekannt aus dem Trainingslager, und extra angereisten Familienmitgliedern lautstark unterstützt wurden.
Im Angriff startete die LVB standesgemäß torgefährlich, ließ jedoch in der Abwehr noch zu viel zu. Durch Paraden von Essen und schnellen Angriffen konnten sich die Leipziger jedoch nach zehn Minuten mit 6:3 absetzen. In dieser Phase funktioniert insbesondere das Kreisläuferspiel gut und Tom Krause konnte gute Akzente setzen. Zur Halbzeit stand ein leistungsgerechtes 15:13 auf der Anzeigetafel, welches bei mehr Konzentration in der LVB-Abwehr auch durchaus etwas höher zugunsten der Messestädter hätte ausfallen können.
Die zweite Halbzeit startete dann schmerzhaft für Florian Schädlich, der im Tor einen üblen Kopftreffer aus sechs Metern kassierte. 2 Minuten herausgeholt und Tor verhindert – so nahm Schädlich erstmal wieder auf der Bank Platz, um kurz die Orientierung wieder zu finden. Im weiteren Spielverlauf wiederholte sich eine Szene immer wieder: Luis Gauger im 1 gegen 1 mit dem Torhüter. Ob im Konter oder von der Außenbahn, nahezu jedes Mal konnte der Leipziger Jungspund das Duell für sich entscheiden und krönte sich so zum Top-Torschützen des Spiels. In dieser Phase zeigte auch „Monster Rothe“ erneut seine Abwehrqualitäten und bereitete mit seinen Steals den ein oder anderen Gegenstoß vor. Auch im Positionsangriff konnte das Gehirn der Straßenbahner seine Mitspieler in Szene setzen und so schien das Spiel nach 50 Minuten entschieden. Doch Unkonzentriertheiten brachten die „lausigen Lausitzer“ (Zitat Krause) zurück ins Spiel. Ehrlicherweise war die Schlussphase vielleicht der schlechteste Handball der bisherigen Saison, doch ein Comeback-Tor nach langer Verletzung durch Jacob Fritsch und Marc Oliver Essen, der das Tor versiegelte, sowohl im Konter als auch vom 7m-Strich, retteten den Sieg über die Zeit
Am Ende war das Spiel mit 29:27 etwas knapper als nötig, doch die nächsten, wichtigen zwei Punkte wurden gesichtert. Am 26.09 in der schaurigen SOS kommt es zum Spitzentreffen zwischen Glauchau/Meerane und der LVB – 18:00 Uhr, wir zählen auf eure Unterstützung!













