Nach zwei erfolgreichen Spielen war das Ziel für den Sonntagabend klar: Die SG LVB wollte auch gegen Germania Zwenkau ungeschlagen bleiben. Dafür ging es in die Park Arena Neukieritzsch zu den Gastgebern, die in der vergangenen Saison noch in der Oberliga Sachsen gemeldet waren.
Der Start verlief allerdings zunächst nicht nach den Vorstellungen der Leipziger. Zwar konnte sich die LVB früh mit 4:7 absetzen, doch anschließend übernahmen die Hausherren zunehmend die Kontrolle über das Spiel. Vor allem die Abwehr offenbarte in der ersten Halbzeit einige Schwächen. Es fehlte an der nötigen Aggressivität, zu häufig ließ man sich überlaufen und kam nicht rechtzeitig in die entscheidenden Zweikämpfe. Die Folge: Zwenkau kam immer wieder zu einfachen Toren.
Auch das eigentlich gefährliche Tempospiel der Leipziger war an diesem Abend von technischen Fehlern und zögerlichen Entscheidungen geprägt. Positiv präsentierte sich dagegen der Positionsangriff. Gegen die robuste Abwehr der Germania fanden die Leipziger immer wieder gute Lösungen und sorgten mit starken Eins-gegen-eins-Aktionen für ordentlich Druck. Allein in der ersten Halbzeit konnten so insgesamt sechs Zwei-Minuten-Strafen herausgeholt werden.
Trotz der vermeintlich häufigen Überzahlsituationen gelang es der SG LVB jedoch nicht, daraus einen Vorteil zu schlagen. Stattdessen ging es mit einem 21:18-Rückstand in die Halbzeitpause.
Ziel nach der Halbzeitansprache des Trainers Tony Seefeld war klar definiert: In der zweiten Halbzeit musste vor allem in der Abwehr mehr Kampfgeist gezeigt und das Spiel dort wieder selbst bestimmt werden.
Die Leipziger setzten diese Vorgabe zunächst konsequent um. Die „Straßenbahner“ unterbanden das Offensivspiel der Zwenkauer nun deutlich besser und fanden spürbar stärker in die Partie. Die Gastgeber ließen sich davon jedoch nicht beeindrucken und so entwickelte sich ein echtes Kopf-an-Kopf-Rennen. Ab der 45. Minute konnte die Gäste schließlich wieder die Führung übernehmen. Doch auch in der Folge gelang es den Leipzigern nicht, sich entscheidend abzusetzen. Mehr als drei Tore betrug der Vorsprung somit zu keinem Zeitpunkt. Entsprechend spannend gestalteten sich die letzten zehn Minuten: Beim Stand von 33:33 war weiterhin alles offen.
In der entscheidenden Phase agierten die Gäste zwar zunehmend spielbestimmender, scheiterten jedoch mehrfach am Pfosten oder am starken Zwenkauer Torhüter. Auch die Hausherren konnten trotz einer zwischenzeitlichen Zwei-Minuten-Überzahl nicht mehr an die starke Leistung aus der ersten Halbzeit anknüpfen.
Spannend gestalteten sich nochmal die Letzten 30 Sekunden, in der die Leipziger zwar mit einem Tor führten, jedoch unglücklicherweise in ihrem letzten Angriff eine 2-Minuten Strafe durch einen Gesichtstreffer kassierten. Dass die letzte Ausgleichschance der Zwenkauer dann durch eine falsche Sperre abgepfiffen wird ist dann die Pointe zu diesem Handballspiel. Am Ende jubeln die Leipziger: 36:37 – Auswärtssieg für die SG LVB!
Damit erinnerte die Partie an das erste Saisonspiel gegen Pleißental. Auch dort bewiesen die Leipziger Kampfgeist und Willen und kämpften sich nach einem schwierigen Spielverlauf zurück in die Partie. Die SG LVB bleibt damit Tabellenführer und weiterhin ungeschlagen in der Verbandsliga West.
Nun wartet bereits die nächste Herausforderung: In der kommenden Woche geht es in den heimischen Hallen gegen den HC Glauchau/Meerane. Dort gilt es, die Spitzenposition sowohl in der Verbandsliga als auch in der Oberliga Sachsen zu verteidigen.













