2. Spieltag OLS: SG LVB Leipzig – Zwönitzer HSV 31:22 (11:11)
Nach dem Auftakterfolg in Plauen galt es für Straßenbahner die teilweise schon sehr ansehnliche Leistung, beim Heimauftakt gegen Zwönitz zu bestätigen.
Ansehnlich war jedoch in der ersten Halbzeit nicht viel. Zwönitz, die in der Vorwoche schon HSV Dresden mit ihren offensiven Halbverteidigern und der lautstarken Unterstützung von der Tribüne geärgert hatten, brachten auch die Straßenbahner ein wenig zur Verzweiflung.
Zwar stand die Abwehr gar nicht schlecht, wobei Marc Oliver Essen mit einigen herausragenden Paraden durchaus existierende Abwehrfehler kaschieren zu wusste, fanden die Straßenbahner doch nicht in das gewohnte Tempospiel rein. Wobei das so gar nicht ganz stimmt, denn unsere blonden langen Ballmagneten Lennart Bettels und Martin Schnitzer konnten einige Ballgewinne produzieren, die auch zu freien Konterten führten. Bloß konnten wir den Ball nicht im Tor unterbringen.
Im Positionsangriff agierten die Gastgeber dann mal wieder zu statisch, um die hart aber fair deckende Zwönitzer Abwehr vor ernsthafte Probleme zu stellen. Zu selten lief der Ball über mehrere Positionen mit Druck, zu häufig verpufften 1 gegen 1 Situationen im Stoppfoul, sodass es nicht unverdient mit einem 11:11 in die Halbzeit ging.
Der Start der zweiten Halbzeit verlief ähnlich. Im Angriff agierten die Straßenbahner immer noch zu vorsichtig, fast schon ängstlich. Bis zum 16:16 in der 38.Minute schaffte es sich weiterhin keine Mannschaft abzusetzen. Jedoch änderte sich durchaus in der Phase etwas an der Emotionalität der Gastgeber. So schafften es die Straßenbahner durch eine leidenschaftlich agierende Abwehr die Zwönitzer Gäste zu zermürben. Dazu kamen dann einige Ballgewinne, die unsere gewohnt treffsicheren Außen im Tor unterzubringen wussten. Auf einmal stand es 19:16 (42’23). Die höchste Führung des Spiels. Auch die Zwönitzer Auszeit konnte den Rausch der Gastgeber nicht stoppen. In dieser Phase frei aufspielend, zogen die Straßenbahner mit einem zwischenzeitlichen 9 zu 1 Lauf davon und stellten so das deutliche aber am Ende auch nicht unverdiente Endergebnis von 31:22 auf.
Besonders erfreulich dabei, dass sich die „Neuzugänge“ schon sehr erfolgreich integriert haben. Pokalheld Marc Oliver Essen knüpft mit seinen Leistungen nahtlos an das Pokalfinale an, Lennart Bettels zeigt unerwartete Abwehrqualitäten und Sem Shady schafft es Torgefährlichkeit von der rechten Rückraumposition zu bringen.
Die zwei Siege bedeuten zeitgleich die Tabellenführung, was nach zwei Spieltagen in einer selten ausgeglichenen Oberliga Sachsen aber herzlich wenig aussagt. Mit Hoyerswerda und dem Absteiger Glauchau Meerane folgen nun zwei ausgesprochen schwierige Spiele nach denen sich auch die Leistungen der ersten Partien besser einschätzen lassen können.










