Nach dem starken Auftritt beim Auswärtssieg in Hoyerswerda und der Niederlage von Aue II in Limbach-Oberfrohna stand bereits am vorletzten Spieltag der Saison die vor der Saison doch nicht ganz zu erwartende Vizemeisterschaft fest. Am letzten Spieltag gab es ein weiteres Auswärtsspiel, das Ziel war die Automobilbaustadt Zwickau, in der bereits seit mehr als 100 Jahren Fahrzeuge und Fahrzeugteile hergestellt werden, u.a. über 3 Millionen Trabants. Im Kader der Gastgeber stehen Spieler aus zahlreichen Nationen und mit teilweise internationaler Erfahrung. Die Mannschaft hat in der Rückrunde 16:2 Punkte geholt und dabei gegen Aue II und Limbach-Oberfrohna gewonnen. Man war also gewarnt. Das Hinspiel im Dezember ging nach einem 9-Tore-Rückstand noch 32:32 aus.
In der Besprechung war vor allem wichtig, die robuste Spielweise der Gastgeber in Angriff und Abwehr von Anfang an anzunehmen, vor allem so gut es geht den Ball laufen zu lassen und einfache Tore aus dem schnelles Umschalten zu erzielen. Wie erwartet nutzte Zwickau auch seine körperliche Präsenz in Angriff und Abwehr und lag von Anfang an in Führung (3:1, 9:4, 11:10) und behauptete diese bis zur Pause. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden schon einige gute Wurfmöglichkeiten vergeben, leider fehlten auch die Tore aus dem schnellen Umschalten und im Tor bekam man keine Bälle zu fassen. Auch in der 2. Halbzeit bot sich bis in die Schlussphase das gleiche Bild (19:12, 23:18, 26:19), man versuchte viel, hatte aber große Probleme, sich durchzusetzen und vergab weiterhin gute Chancen oder die Bälle landeten am Pfosten. Wollte man doch noch punkten, mussten eine offensivere Abwehr und damit endlich einfache Tore im Gegenstoß her, war dies doch schon das Rezept in den vergangenen Spielen gegen Zwickau. Tatsächlich gelang dies auch diesmal, man arbeitete sich durch Ballgewinne und einigen gehaltenen Bällen immer weiter an die Heimmannschaft heran (26:23, 27:25). Zwickau erzielt so in der letzten Viertelstunde nur noch ein Tor und tat sich nun seinerseits schwer gegen die offensive Abwehr. Am Ende bestand sogar nach einem erneuten Ballgewinn noch die Chance auf den Sieg, doch es blieb bei einem doch erneut recht glücklichen Unentschieden, dem 4 in den letzten 4. Spielen. Eine im Handball eher seltene Serie. Unverdient aber nicht ganz, gab sich die Mannschaft doch wie gewohnt nie auf und kämpfte und motivierte sich bis zum Ende.
Am 10.05.26 steht mit dem Finale im HVS-Landskron-Pokal in Dresden das große Highlight der Saison an. Auch wenn es ein Sonntag und die Anwurfzeit erst 17.30 Uhr ist, würde sich die Mannschaft über zahlreiche und lautstarke Unterstützung freuen. Gegner ist der neue Meister der Oberliga Sachsen BSV Limbach-Oberfrohna. Die beiden Ligaspiele konnte Limbach-Oberfrohna gewinnen – und das 3. Aufeinandertreffen...?
Die letzten Worte gehören Stefan Hühn, der um das Schreiben von Spielberichten herumgekommen ist und sein höchstwahrscheinlich letztes Ligaspiel im LVB-Trikot bestritt: „Hier noch einen Punkt zu entführen – irre. Aufopferungsvoll am Ende nochmal alles in die Waagschale geworfen und mit einem Punkt belohnt – herrliche Sache.“
Spieler/Tore/Siebenmeter: Heidecker 7, Rammner 5, Zerrenner 4/2, Hühn 3, Schnitzer 2, Maeser 2, Rudorf 2, Ziegler Ruiz 2, Freiberg, Kiethe, Krause, Rein, Kunze (TW), Schädlich (TW), Zähle (TW)
Trainer/Betreuer: Remane, Rothe, Pfeiffer
Strafen: 2 gelbe Karten, 3 x 2 min
Siebenmeter: 2/3
Stefan Remane, Trainer







