Im Duell des vorletzten Spieltags der Oberliga Sachsen setzten sich die 1. Herren des LVB in einem intensiven und lange ausgeglichenen Spiel gegen die gut aufgelegten Herren aus Hoyerswerda durch und machten damit bereits vorzeitig die Vizemeisterschaft perfekt. Vor gut besetzter Kulisse auswärts in Hoyerswerda begann die Partie zunächst verhalten und torarm. Beide Mannschaften agierten konzentriert in der Defensive, sodass klare Torchancen zunächst Mangelware blieben. Zwar legte der LHV früh durch Sebastian Schneider und einen Siebenmeter von Fabian Knofe vor (2:0), doch die Gäste aus Leipzig blieben dran und glichen nach rund elf Minuten erstmals zum 3:3 aus. In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem sich keines der Teams entscheidend absetzen konnte. In der 18. Minute konnten sich die Männer aus Hoyerswerda zwischenzeitlich auf drei Tore absetzen (8:5), doch gelang es LVB Trainer Stefan Remane diesen Lauf sofort durch die erste Auszeit zu unterbrechen. Das gab dem LVB die Möglichkeit, sich bis zur 26. Minute wieder auf 11:11 heranzukämpfen, was den Trainer aus Hoyerswerda ebenfalls seine erste Auszeit kostete. Leider vergab Leipziger Linksaußen Noah Freiberg die Chance zu seinem dritten Siebenmeter-Tor und so ging es mit 13:13 in die Pause.
Im zweiten Durchgang machten vor allem Tim und Tom Baugstatt den Leipzigern das leben schwer, wodurch nach 37 Minuten mit 17:14 erneut eine 3-Tore-Führung auf der Anzeigetafel zu sehen war, doch es sollte die Letzte sein. Der LVB zeigte Moral und drehte die Partie innerhalb von vier Minuten erneut – nach einem Doppelpack von Clemens Maeser zum 17:18 lagen plötzlich wieder die Gäste vorne. Da sich auch in den nächsten Minuten niemand so richtig absetzen konnte, war den zahlreichen Zuschauenden eine heiße Schlussphase versprochen. Beide Mannschaften packten nun auch in der Abwehr stärker zu, was einigen Zeitstrafen und Siebenmetern auf beiden Seiten führte. Nach dem 22:22 in der 55. Minute konnte der LVB eine entscheidende Zeitstrafe gegen Hoyerswerda rausholen. Endlich gelang es nun den Leipzigern sich durch ein Doppelpack von Roman Rammner und einen anschließenden Siebenmeter, verwandelt durch Tobias Rudorf, entscheidend auf 22:25 abzusetzen. Die letzten fünf Minuten wurden von den Männern des LVB diszipliniert und abgeklärt ausgespielt, sodass dem LHV keine Chance auf ein Rankommen blieb. Eine weitere Parade durch Keeper Alex Kunze zementierte den Sieger dieser Partie, sodass am Ende ein verdienter Endstand von 23:26 für den LVB auf der Anzeigetafel stand, der sich damit bereits am vorletzten Spieltag die Vizemeisterschaft sicherte.
Trotz der Möglichkeit des Aufstieges in die Regionalliga Mitteldeutschland hat sich die Mannschaft vorerst gegen diesen gewagten Schritt entschieden. „Wenn eine Mannschaft sich in einer höheren Spielklasse beweisen möchte, muss sie vorerst die untere Spielklasse dominieren.“ , so Trainer Stefan Remane. Damit werden zeitgleich auch schon die Weichen für die kommende Saison gestellt, in der das noch junge Team vom LVB seinen Aufstiegswillen unter Beweis stellen wird. Für die Leipziger geht es nun in der kommenden Woche zum letzten Saisonspiel nach Zwickau, bevor am 10. Mai als letzter großer Akt das Pokalfinale in Dresden ansteht. Für interessierte Edelfans wird voraussichtlich auch ein Reisebus zur Verfügung stehen.
Torschützen: C. Maeser (7 Tore), T. Krause (4 Tore), N. Freiberg, M. Schnitzer, T. Rudorf, R. Rammner (alle 3 Tore), S. Hühn, V. Rein, M. Kiethe (alle 1 Tor), M. Heidecker (0! Tore)
Torhüter: A. Kunze, F. Schädlich
Trainerteam: Stefan Remane und Sandro Zähle







