Ein zweites Spiel in Folge endet für die SG LVB Leipzig II mit einer Punkteteilung. Im Leipziger Derby gegen den SC DHfK Leipzig III zeigte die Mannschaft nicht ihre beste Leistung, bewies aber in der Schlussphase erneut Moral und Kampfgeist und rettete sich mit großem Einsatz zu einem verdienten Unentschieden. Der Start in die Partie verlief vielversprechend. Früh übernahm Phil Ellmann Verantwortung im Angriff und brachte die Straßenbahner mit schnellen Treffern in Führung. Doch es gelang nicht, diese Phase zu nutzen, um dem Spiel den eigenen Stempel aufzudrücken. Der DHfK kam besser ins Spiel, nutzte Unkonzentriertheiten in der LVB‑Abwehr konsequent aus und setzte sich im weiteren Verlauf leicht ab. Im Angriff fehlte den Hausherren zeitweise die nötige Geduld, wodurch gute Ansätze ungenutzt blieben. Trotzdem hielt die SG LVB II dagegen. Vor allem Ben Kirst zeigte sich treffsicher und übernahm Verantwortung, wenn es im Angriff hakte. Dennoch ging es mit einem 16:19‑Rückstand in die Halbzeitpause, der den Spielverlauf widerspiegelte. Leipzig III wirkte zu diesem Zeitpunkt etwas stabiler und konsequenter.
Nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel intensiv und umkämpft. Der LVB fand weiterhin nicht durchgängig zu seinem Rhythmus und hatte zusätzlich mit einem nicht voll besetzten Kader zu kämpfen. Die Gäste nutzten diese Phase, um ihre Führung mehrfach auf drei Tore auszubauen. Dennoch ließ sich die Mannschaft nicht abschütteln und blieb stets in Schlagdistanz. In der Schlussphase zeigte die SG LVB II dann ihr bestes Gesicht. Nach klaren Ansagen von der Bank und gezielten Trainer‑Timeouts stellte man die Deckung offensiver ein und erhöhte den Druck deutlich. Mit viel Einsatz, aggressiver Abwehrarbeit und großem Willen kämpften sich die Straßenbahner Tor um Tor heran. Der DHfK geriet nun zunehmend unter Druck, während der LVB spürbar an Energie gewann. Kurz vor dem Ende wurde der Aufwand belohnt. Erst brachte ein sicher verwandelter Siebenmeter den Anschluss, ehe wenige Sekunden vor Schluss der umjubelte Ausgleich durch Fabian Eschke fiel. Der 31:31‑Endstand fühlte sich nach dem Spielverlauf wie ein hart erarbeiteter Punkt an und unterstrich erneut den Charakter der Mannschaft.
Auch wenn spielerisch noch Luft nach oben bleibt, nimmt die SG LVB Leipzig II aus diesem Derby wichtige Erkenntnisse mit. Zwei Unentschieden in Folge zeigen, dass die Mannschaft aktuell nicht alles abrufen kann, sich aber jederzeit auf ihren Zusammenhalt und ihren Kampfgeist verlassen kann.
Für die SG LVB Leipzig II spielten:
Misiewicz (Tor); Weber (6), Rudorf (1), Kirst (7), Eschke (3), Haupt (3), Garte (3), Ellmann (7/1), Stock (1), Kupsch, Cirpka, Göpfert







