Mit dem Duell des Tabellenzweiten gegen den Tabellendritten war vor dem Spiel zwischen dem LVB und dem EHV Aue II alles für ein echtes Spitzenspiel angerichtet. Zahlreiche Zuschauer, eine gute Stimmung sowie Catering in der Halle sorgten für einen würdigen Rahmen dieser hochklassigen Begegnung. Der EHV Aue II ist ligaweit bekannt für seine starke Jugendarbeit und viele talentierte, gut ausgebildete Nachwuchsspieler. Entsprechend war dem LVB bewusst, dass man diesem Gegner vor allem mit Erfahrung, Ruhe und Spielintelligenz begegnen musste. In der Anfangsphase gelang das auch sehr gut. Die Abwehr des LVB stand kompakt und ließ nur wenige klare Torchancen zu. Wenn Aue doch einmal zum Abschluss kam, waren es meist Aktionen individueller Klasse. Zudem trugen die Torhüter des LVB mit wichtigen Paraden maßgeblich zur stabilen Defensive bei.
Im Angriff agierte der LVB geduldig und nutzte seine Chancen konsequent. So ging man mit einer verdienten Drei-Tore-Führung in die Halbzeitpause. Zu Beginn der zweiten Hälfte konnte der LVB zunächst noch einmal zulegen und den Vorsprung behaupten. Doch dann stellte der EHV Aue II auf eine offensive Abwehr um, womit sich das Spiel zunehmend drehte. Durch aggressives Herausverteidigen erzwangen die Gäste mehrere Ballgewinne. Beim LVB schlichen sich nun vermehrt technische Fehler ein, das Angriffsspiel wurde hektischer und unstrukturierter. Aue nutzte diese Phase konsequent und arbeitete sich Tor um Tor heran, bis schließlich der Ausgleich fiel. In der Schlussphase entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem vor allem die Torhüterleistung des EHV Aue II den Ausschlag gab. Während der Keeper über die gesamte Spielzeit stark hielt, war er in den entscheidenden Minuten spielentscheidend und vereitelte mehrere gute Chancen des LVB.
Am Ende musste sich der LVB mit 27:24 geschlagen geben. Ausschlaggebend für die Niederlage waren eine hohe Anzahl technischer Fehler, fehlende Ruhe im Angriff, Abschlussschwächen sowie eine zunehmende Ideenlosigkeit gegen die offensive Abwehr des EHV Aue II. Trotz der Niederlage zeigte das Spiel, warum beide Mannschaften zurecht an der Spitze der Liga stehen – ein intensives, spannendes Spitzenspiel, das bis zum Schluss offen war.







