Eins vorweg: Allein die Teilnahme an dieser Nordostdeutschen Meisterschaft in Dresden war ein wahnsinniger Erfolg für unsere C1-Jugend. An diesem Turnier dürfen ausschließlich die Landesmeister und Vizemeister aus zehn Landesverbänden antreten. Insofern war es bereits eine große Anerkennung für unser Team, überhaupt bei diesem hochklassig besetzten Turnier vertreten zu sein. In der Vorrunde traf unsere C1-Jugend dann auf ein sehr anspruchsvolles Teilnehmerfeld. Gleich im ersten Spiel wartete mit den Füchsen Berlin der spätere Gruppensieger und Vizemeister der NODM 2026. Am Ende fiel die Niederlage zwar deutlich aus, dennoch zeigten die Jungs besonders in der ersten Halbzeit eine starke Leistung. Das Team konnte lange gut mithalten und machte deutlich, welches Potenzial in ihm steckt. Im zweiten Spiel gegen den USV Halle folgte dann die beste Turnierleistung. Unsere Jungs kämpften aufopferungsvoll, spielten mit viel Einsatz und belohnten sich wenige Minuten vor Schluss mit einer eigentlich sicheren Führung. Am Ende wurde es zwar noch einmal unnötig spannend, doch das Team brachte den knappen Sieg über die Zeit. Dieser Erfolg kostete allerdings enorm viele Kräfte. Im dritten Vorrundenspiel ging es gegen HTS/BW96 Handball aus Hamburg um Platz zwei in der Gruppe und damit um den Einzug ins Viertelfinale. Leider konnten die Jungs in diesem entscheidenden Spiel ihr Potenzial nicht abrufen. Auch die Hamburger wirkten zu Beginn nicht ganz auf der Höhe und leisteten sich mehrere fehlerhafte Aktionen, doch unser Team konnte diese Gelegenheiten nicht nutzen. Stattdessen gingen selbst zu viele Bälle verloren, sodass man sich am Ende etwas zu leichtfertig geschlagen geben musste.
Nach der intensiven Vorrunde wartete am zweiten Turniertag die Pokalrunde auf unsere C1-Jugend. Dafür mussten die Jungs verdammt früh aus den Betten: Bereits um 6:30 Uhr gab es Frühstück in der Jugendherberge Dresden, bevor es wieder in die Halle ging. Im ersten Spiel traf unser Team auf den traditionsreichen HC Empor Rostock. Die Jungs kamen gut in die Partie, hielten stark dagegen und führten kurz vor Schluss sogar noch. Leider kassierte man in der Schlussphase den Ausgleich. Besonders bitter: Der mögliche Siegtreffer lag in der letzten Aktion auf der Hand, scheiterte jedoch am starken Torhüter des Gegners. So blieb am Ende ein Unentschieden, das sich eher wie eine verpasste Chance anfühlte. Im zweiten Spiel gegen die SG OSF Berlin konnten unsere Jungs dann leider nicht an diese Leistung anknüpfen. Das Team ließ sich etwas hängen und fand nicht richtig ins Spiel. Die Niederlage war ernüchternd, zumal man genau diesen Gegner bei einem früheren Turnier bereits schlagen konnte. Nun war noch einmal Kampfgeist gefragt: In den verbleibenden beiden Spielen sollten die Jungs zeigen, was wirklich in ihnen steckt. Gegen den USV Halle gelang das über weite Strecken gut. Unser Team zeigte wieder mehr Einsatz und konnte sich belohnen, auch wenn nicht mehr ganz die Leistung abgerufen wurde, die man am Vortag gegen den Meister aus Sachsen-Anhalt gezeigt hatte. Trotzdem war es wichtig, nach der enttäuschenden Partie gegen Berlin eine Reaktion zu zeigen. Im letzten Spiel gegen die Akademie der Mecklenburger Stiere spielten unsere Jungs noch einmal richtig gut auf. Auch hier war es am Ende wieder die letzte Aktion, die einen Sieg verhinderte. Der mögliche Siegtreffer war erneut da, konnte aber leider nicht genutzt werden. So blieb auch dieses Spiel sinnbildlich für das Turnier: Unsere C1-Jugend war nah dran, musste aber lernen, dass auf diesem Niveau jede einzelne Aktion entscheidend sein kann.
Am Ende lässt sich festhalten: Die Nordostdeutsche Meisterschaft 2026 in Dresden war für die weitere Entwicklung der Jungs enorm wichtig. Das Team konnte hautnah erleben, welcher Handball auf diesem Niveau gespielt wird. Gleichzeitig wurde deutlich, dass unsere Jungs gar nicht so weit weg sind und in einzelnen Spielen sehr gut mithalten können. Jetzt gilt es, diese Erfahrungen mitzunehmen. Jeder Spieler entscheidet für seine weitere Handballzukunft selbst, ob er Lust hat, diesen harten, aber lohnenswerten Weg weiterzugehen. Die Tage in Dresden waren intensiv, lehrreich und für die Jungs eine tolle gemeinsame Zeit, die sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird.







