Wer vor dem Anpfiff dachte, das wird heute „klar“, wurde schnell abgeholt: Görlitz reiste mit nur sieben Spielern an – und genau diese sieben machten über lange Zeit richtig Alarm. Unsere Jungs mussten von Beginn an arbeiten, weil der Gegner mit viel Wucht, Tempo und Mut auftrat und uns immer wieder vor neue Aufgaben stellte. Trotz eines guten Starts und einer frühen Führung blieb es ein enges Spiel. Görlitz hielt körperlich stark dagegen, spielte die Angriffe lange aus und blieb vorne extrem konsequent. Unser Team wiederum fand Lösungen, blieb geduldig und spielte deutlich mehr Handball statt Einzelaktionen: Der Ball lief besser, die Entscheidungen wurden klarer – und vor allem wurden Kreis und Außen viel häufiger eingebunden. Genau das hat man gesehen: Die Tore kamen breiter verteilt, und wir wurden dadurch variabler und schwerer auszurechnen. Zur Pause war es entsprechend knapp – 17:16.
Nach dem Seitenwechsel blieb Görlitz zunächst voll im Spiel, aber man merkte: Das unfassbare Tempo mit nur sieben Spielern kostet Kraft. Unsere Jungs hielten dagegen, blieben im Kopf ruhig und setzten sich Schritt für Schritt ab. In dieser Phase zahlte sich aus, dass wir strukturierter spielten: weniger hektisch, mehr Zusammenspiel, mehr klare Abschlüsse. Je länger das Spiel dauerte, desto mehr kam unser Tempospiel durch – und Görlitz musste irgendwann dem hohen Aufwand Tribut zollen. In den letzten Minuten war dann sichtbar, dass die Gäste kräftemäßig einbrachen. Unser Team nutzte das konsequent aus, zog entscheidend davon und brachte den Sieg am Ende verdient nach Hause: 37:31.
Es war ein Spiel, das richtig gut für die Entwicklung war: harte Gegenwehr, enge erste Halbzeit – und trotzdem Lösungen gefunden. Besonders schön: mehr Tore über Kreis und Außen. Genau diesen Weg gilt es jetzt im Training weiter zu festigen und in den nächsten Spielen noch konsequenter auf die Platte zu bringen.







