HSV Apolda - SG LVB Leipzig
Sa, 25.11.17, 20:00 Uhr
Dreifelder SH



SG LVB Leipzig - HSG Freiberg 32:27

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2.Männer: LHV Hoyerswerda - SG LVB 33 : 27 (Halbzeit 15 : 13)
Teuer verkauft, bringt keine Punkte
Noch einer der Besseren in der Schlussphase: Manu Röttig Noch einer der Besseren in der Schlussphase: Manu Röttig

08.12.14 von SG LVB. Nach lange Auswärtsfahrt nach Hoyerswerder unterliegt die zweite Vertretung der LVB mit 33:27 (15:13) und beendet das Jahr auf einem hervorragenden 5.Platz.

Die Ausgangslage war bereits vor dem Spiel schwierig. Trainer Jens Herold konnte erneut nicht aus den Vollen schöpfen und auf einen nur bedingt einsatzfähigen Kader zurückgreifen. Neben den Außenspielern Sickora und Schneidewind, Rückraumass Steve Schumacher fehlte mit Marko Steinbeck auch der etatmäßige Kreisläufer. Angeschlagen mitgereist waren unterdessen die Spieler Kostulski, Zidar und Weber.
Doch die angespannte Personaldecke spiegelte sich keineswegs im Spielverlauf wieder. Die LVB hielt in voller Halle gut dagegen. Trotz eigener unsicherer Abwehr, gelang es ihnen in der 1.Hälfte des Spiels immer wieder gezielte Nadelstiche zu setzen und den Spielverlauf offen zu halten. Hoyerswerder kam durch ihre erste und zweite Welle zum Zug und erzielte schnelle und einfache Tore. In dieser Phase zeigte sich erstmals die überdurchschnittlich gute Spielführung des noch jungen Tobias Sieber (8 Tore, Jg. 1990) auf Seiten der Gastgeber. Während sich die Leipziger Abwehr im Verlauf der 1.Halbzeit festigte, fand er dennoch die entscheidenden Lösungen und hielt den anfänglichen Vorsprung seiner Mannschaft aufrecht. Dennoch ging es nur mit einem 2 Tore Rückstand in die Pause und die Straßenbahner witterten Morgenluft.
Doch Sie hatten die Rechnung ohne die beiden Unparteiischen gemacht. Den durchaus talentierten Schiedsrichterpaar fehlte, wie bereits im Spiel gegen Döbeln (siehe Spielbericht Döbeln vom 5.Spieltag), das gewisse Händchen für die richtigen Entscheidungen in den richtigen Momenten. Es ist immer leichter einen Spieler der Gastmannschaft hinauszustellen und es ist sicher nicht immer leicht in einer vollen Halle keine Zeitstrafe zu geben, wenn ein Spieler schmerzverzerrt am Boden liegt. Aber von guten Schiedsrichtern erwartet der langjährige Handballkenner eben diese Qualität - dem Druck von beiden Mannschaften, den Zuschauer, sowie der Geschwindigkeit des Spiels und das gerade in der heißen Phase einer Begegnung Stand zu halten. Leider ist es den Schiedsrichtern erneut nicht gelungen diese Qualität zu zeigen. Folge war gegen Döbeln eine völlig überzogene rote Karte in den Schlussminuten gegen Jakob Fritzsch und eben gegen Hoyerswerda 4 Zeitstrafen wegen Meckerns auf Seiten der Leipziger. Wer in der Halle war, dem wird auch ohne die Leipziger Brille, die Fülle unglücklichen Entscheidungen gegen die Leipziger aufgefallen sein. Mancher wird hier vorschnell sagen wollen: Da müssen sich die Leipziger an die eigene Nase fassen. Der Schreiberling erwidert hier aber: Auch Schiedsrichter müssen ihr Ego im Griff haben und nicht jeden Blick für eine Zeitstrafe nutzen, auch wenn es manchmal nicht leicht ist. Schade, da hätte man sicher mehr erwarten können.
Fast in Hintergrund tritt dabei die Leistung der Gastgeber. Solide Torhüter, eine aggressive Abwehrarbeit und individuell gut ausgebildete Spieler in der Offensive bilden zusammen mit einem breiten Kader eine echte Bereicherung für die Sachsenliga. Gepaart mit einem frenetisch feiernden nicht immer sachkundigen Publikum bildet Hoyerswerder wieder eine echte Macht aus dem Nordosten in der Sachsenliga. Das Ende ist bekannt: der LHV schlägt die LVB und verteidigt den dritten Platz. Die Leipziger treten zwar die Nikolausrückreise mit leeren Händen an, dürfen sich aber während der Weihnachtsfeiertage über den derzeitigen 5. Platz freuen.

PS: Abschließend sei hier an das Orakel aus dem Spielbericht gegen Kamenz erinnert. Der junge Lukas Kürth (Jg. 96) ließ den Vorschusslorbeeren Taten folgen und erzielte unglaubliche 7 Tore beim Absteiger aus der Mitteldeutschen Oberliga aus Hoyerswerda.

Kader:
Röttig (TH), Herrmann (TH)
Kienitz 1, Langenberg 1, Tilgner 2, Weber 3/1, Fritsch 7, Kürth 7, Zidar 1, Schmitdt, 5/2


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