Das gab es seit 2003 nicht mehr: Die SG LVB wird Ostdeutscher Meister. Wieder war Übungsleiter Harald Wittig am Erfolg beteiligt, diesmal mit seinem Trainerpartner Enrico Henoch. Foto: Harald Wittig
22.06.09 von Gabor Knappe.
Erwartungsfroh reiste unsere Mannschaft zur Bestenermittlung nach Dessau. Die Zielstellung lautete: "Mitspielen" und wir versuchen, so viel wie möglich zu gewinnen. Der Spielplan ergab die von uns vermutete "stärkere" Vorrundengruppe.
Im 1. Spiel gegen die körperlich
kräftigen Rostocker erwischten wir den Gegner auf dem völlig falschen
Fuß. Schon in der Anfangsphase setzten wir mit 6 Tore ab und wir
schlugen die Rostocker eigentlich zu deutlich. Die bekannten Potsdamer
hatten wir auch in der Startphase im Griff, aber Auswechselungen und
Konzentrationsmängel verhinderten ein gutes Spiel.
Der Favorit Magdeburg wartete dann auf uns, bis zur Halbzeit hielten
wir gegen die körperlich überlegenen Magdeburger mit. Unsere 3:3
Deckung in Halbzeit 2 funktionierte im Mittelbereich nicht und so
verloren wir erwatungsgemäß. Der Gastgeber Kühnau hatte auf den
Halbpositionen zwei gute Spieler, Nachlässigkeiten bei der Manndeckung
führten zu unnötige Gegentore. Auch das letzte Spiel gegen den
Berlinmeister vom BFC Pressen mussten wir gewinnen, um ins Halbfinale
zu kommen. Die körperlich kleineren Berliner beherrschten wir von
Anfang an, sie waren konditionell klar unterlegen.
Das Halbfinale gegen die SG Spandau/Füchse Berlin begann mit einer
schlechten Starphase von uns ( viele Fehlwürfe), beim 4:8 sah es für
uns nicht gut, auch die Torhüter bekamen in diesem Spiel wenig zu
fassen. Jedoch mit zunehmender Spieldauer steigerte sich das Team, wir
gingen mit einer 13:12 Führung in die Halbzeit und setzten uns dann mit
guter 3:3 Deckung auf 4 Tore ab und hielten diese bis zum Schluss. Im
Finale wollten wir dann erstmals in dieser Saison gegen Magdeburg
gewinnen (bei 2 Niederlagen und einem Unentschieden).Unsere Manndeckung
bis zur Halbzeit funktionierte recht gut, so dass wir im Gegensatz zum
Vorrundenspiel in Halbzeit 2 auch Manndeckung spielten. Dies war nur
bei Hinausstellungen problematisch, da wir in Halbzeit 2 nicht
auffüllen durften. Mit einer besseren Torhüterleistung gegenüber
Magdeburg und eine sich steigernden Ron reichten wir auf allen
Positionen Torgefahr und der Gegner kam nicht einmal in Führung. Mit
dieser Stresssituation hatten die Magdeburger ihre Probleme und wir
brachten einen überraschenden Sieg nach Hause. Damit erreichten wir das
beste Ergebnis einer männlichen sächsischen Nachwuchsmannschaft seit
2003 (Gewinn Ost. Meisterschaft C-Jugend), damals mit jetzigen
Bundesligaspieler wie Sascha Meiner und Carlo Wittig.
Auch wenn am Finaltag nicht alle Sportler Einsatzzeiten erhielten, alle
haben im Training und Wettkampf im Saisonverlauf ihren Beitrag
geleistet.
Es wurden Meister: Till Reinholz (TH), Tom Kirsten (TH);
Jonas Meiner 41/21; Oliver Dietze 23/31; Ron Günther 14/19; Sebastian
Naumann 24/40; Jonas Reinholz 13/9; Lukas Kürth 13/8; Maximilian
Schleife 4/2; Lukas Leidenberger 1/2; Jacob Jahn 1/0; Felix Köpping
2/0; Tom Richter