07.11.10 von Martin Glass.
Die LVB-Handballer haben die Tabellenführung der Mdt. Oberliga durch ein 32:32 (13:15) gegen den SV Oebisfelde verteidigt. In der Sporthalle Brüderstraße entwickelte sich ein Spitzenspiel, bei dem die Hausherren durch eine klare Leistungssteigerung in der 2. Hälfte und dem Ausgleich 30 Sekunden vor Schluss einen Punkt in der Messestadt behalten konnten.
Das Team von Trainer Jens Große wusste im Vorfeld von der Stärke der Oebisfelder, denn die Gäste hatten im Frühjahr den SC DHfK in der Regionalliga-Relegation daheim mit 30:27 geschlagen. Sie mussten sich jedoch aufgrund einer 20:26-Niederlage im Rückspiel geschlagen geben und in der Mitteldeutschen Oberliga antreten. Dementsprechend hielt die Ansetzung von der ersten Minute an, was es vorher versprach: Aggressive Deckungsreihen auf beiden Seiten, sehenswerte Angriffskombinationen und Spannung pur.
Die Anfangsphase begann ausgeglichen und auf hohem Niveau. Ab der 20. Minute (7:7) schlichen sich Unkonzentriertheiten im Torabschluss der Leipziger ein, sodass die Gäste aus Sachsen-Anhalt durch konzentriertes Spiel bis zum Pausenpfiff auf 13:15 davonziehen konnten. Auch zu Beginn der zweiten Spielhälfte ließen sich die Oebisfelder den Schneid nicht abkaufen und hielten die Führung sehr lange konstant.

Das Spiel
der LVB-Männer gegen Ziegelheim läuft am Freitag, den 12.11. um 20 Uhr
und am darauffolgenden Tag in der Wiederholung um 18.45 Uhr auf Sachsens
neuem Sportsender 8Sport. Co-Kommentator der Partie ist Mittelmann Richard Wagner.
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Folgerichtig nahm LVB-Coach in der 50. Minute beim Stande von 22:26 eine Auszeit, um noch einmal zur Aufholjagd zu blasen und einen Torhüterwechsel, Stefan Claus für Manuel Röttig, durchzuführen. Der Wechsel zeigte sofort Wirkung: Mit zahlreichen Paraden, darunter zwei Siebenmetern, entschärfte Claus einige hundertprozentige Chancen der Gäste. Die Gäste bauten ihre Führung nach einem Abspielfehler der Leipziger aus, ehe Jacob Fritsch im Doppelpack, Sascha Meiner, Georg Eulitz und Sebastian Lorenz-Tietz auf 27:28 verkürzten und die rund 300 Zuschauer, davon ca. 30 Gästefans, in Ekstase versetzen.
Zwei Treffer der Oebisfelder zum 27:30 sorgten für einen kurzen Rückschlag, doch angeführt von einem starken Jacob Fritsch gelang zwei Minuten vor Schluss der 29:30-Anschlusstreffer. Beide Teams lieferten sich einen offenen Schlagabtausch. 90 Sekunden vor Schluss nutzte Felix Randt mit seinem ersten Treffer des Tages die Chance zum verdienten 31:31-Ausgleich – die Halle bebte. Gäste-Trainer Thomas Meinel nahm nun seine Auszeit. Nach einem unglücklichen Abprallertor der Oebisfelder netzte Jacob Fritsch nach Kempa-Zuspiel von Sascha Meiner ein. Oebisfelde war der letzte Angriff vorbehalten. Die Spannung entlud sich, als wieder einmal Stefan Claus mit dem Schlusspfiff einen Hüftwurf der Gäste sehenswert entschärfte und somit einen Punkt für die Leipziger sicherte.
„Wir haben heute ganz klar einen Punkt gewonnen“, resümiert LVB-Coach Große nach der spannenden Partie. „Wir haben 50 Minuten kein Mittel gegen Oebisfelde gefunden. Die Mannschaft hat aber in den letzten zehn Minuten Moral bewiesen und verdient den Punkt geholt“, so der 37-jährige. Das Spiel sei eindeutig im Angriff durch zu viele Fehlwürfe verloren gegangen. Die offensive 5:1-Deckung der Gäste mit abwechselnder Manndeckung von Max Berthold oder Krzysztof Zart hätte einen sichtbaren Bruch im Leipziger Spiel erzeugt. Hinzu kam, dass Top-Scorer Sascha Meiner nicht den besten Tag erwischte. „Doch nach sieben Partien mit überzeugender Leistung kann Sascha auch einmal einen schlechten Tag erwischen“, ergänzt Große.
SG LVB: Röttig (TH), Claus (TH); Meiner 5/1, Zart 3, Berthold 5, Randt 1, Fritsch 10, Eulitz 5, Pietzsch, Lorenz-Tietz 3, Kostulski (n.e.), Ziemann (n.e.), Höhne (n.e.)
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