02.08.09 von Ben Langenberg & Stefan Claus.
Die erste Männermannschaft weilte vom 23. - 26.07. im Trainingslager im Sportpark Rabenberg nahe Breitenbrunn. Auf dem Plan standen unter anderem teambildende Maßnahmen als auch ein Testspiel gegen Zweitligist VfL Potsdam.
Anreise:
Donnerstags morgen 7:30Uhr Parkplatz Leplaystraße an der Sporthalle
Brüderstraße: Die Handballer der SG LVB Leipzig machen sich mit zwei
Kleinbussen auf den Weg in viertägige Trainingslager im Sportpark auf
dem Rabenberg. Nach zweistündiger Reise am Ziel angekommen, folgte
direkt die erste Trainingseinheit. Dazu ging es auf dem Kunstrasenplatz
zum Großfeldfußball im traditionellen Duell jung gegen alt. Bereits da
war zu erkennen, dass die erfahreneren Semester die erschwerten
Anreisebedingungen besser wegstecken konnten, möglicherweise lag es
aber auch daran das sie ihre technische Überlegenheit auf dem Platz
besser umsetzen konnten als sonst. Das Spiel endete mit einem 6:0 für
Mannschaft „alt“.
Nach der Aushändigung des Zeitplans der kommenden 4 Tage folgte die
erste Mahlzeit, nach der pünktlich 13:30 Uhr die erste
Hallentrainingseinheit begann. Dabei spielte der Handball natürlich die
Hauptrolle. Athletische Trainingselemente gibt es die Tage in Fülle
außerhalb des Handballfelds. Im Hauptteil legte Trainer Jens Große
großen Wert auf die Festigung der Mannschaftstaktik im Angriffsbereich.
Abschließend stand noch freies Spiel untereinander auf dem Plan, bei
dem sich noch einmal jeder vor der Schwimmeinheit auspowern konnte.
Auf den 4 Bahnen des 25m Schwimmbeckens ging es anschließend in den
Staffelwettkampf. 4 Teams mit je 4 Sportlern: Für jeden einzelnen eine
Bahn Brustschwimmen, eine Rückenschwimmen sowie Kraulen .
Mit müden Beinen ging es danach in die erste Erholungsphase über die
Abendbrotzeit. Die vorletze, von Physiotherapeut Uwe Scheibner geführte
Trainingseinheit im Kraftraum fokussierte vor allem
Kraft-Ausdauer-Fähigkeiten im Oberkörperbereich. Zum Abschluss des
ersten Tages gab es ein zweites Aufeinandertreffen auf dem
Kunstrasenplatz von den Mannschaften „jung“ und „alt“. In der
Abenddämmerung stand Großfeldhandball auf dem Plan. Nach schwacher
Anfangsphase von Team „Jung“ (0:4) kam es zu einem stark umkämpften
Spiel, welches das Team für sich entscheiden konnte, das mit den
erschwerten Bedingungen besser zurecht kam. Weitere Spielstände: 1:5,
3:6, 7:7, Endstand 11:14.
So ging der erste Tag trainingsmäßig gegen 21:30Uhr zu Ende. Besonders
hervor zu heben ist der Luxus mit 3 sehr erfahrenen
Sportphysiotherapeuten vor Ort zu sein, so dass jeder Spieler
mindestens 30min Behandlungszeit pro Tag bekam!
Freitag:
Es war kurz vor sieben Uhr, als bereits der Wecker klingelte und wir
uns gemeinsam auf den Weg zur morgendlichen Frühsporteinheit machten.
Auf dem Plan stand dabei ein gemütlicher 15min Lauf sowie ein
ausgiebiges Dehnprogramm, organisiert von unserem
Physiotherapeutenteam. Danach begaben wir uns zum Frühstück, wobei man
sagen muss, dass Verpflegung durchweg sehr gut ist. Anschließend stand
uns unsere tägliche Athletik-Einheit bevor. Hierbei galt es bei 2x 4000
m seine konditionellen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen.
Herausragend dabei das Kopf-an-Kopfrennen zwischen unserem Physio Felix
und Spielmacher Richard. Zusammenfassend lässt sich hier sagen, dass
alle mit guten bis sehr guten läuferischen Werten auftrumpften, sodass
beim Trainergespann Große/Löther vollste Zufriedenheit herrschte.
Am Nachmittag trafen wir uns dann zu einer Taktik geprägten Einheit in
der Sporthalle, wobei zum Abschluss ein 40-minütiges Testspiel gegen
VfL Potsdam anstand. Dieses begannen wir sehr konzentriert und führten
sehr schnell mit 3:0. Doch danach schlichen sich leichte Fehler im
Spielaufbau und in der Chancenverwertung ein. Somit entwickelte sich
ein ständiges hin und her, wobei sich keines der beiden Teams absetzen
konnte. Durch 2 Unkonzentriertheiten ging man mit 10:12 aus Leipziger
Sicht in die Pause. In der 2. Halbzeit wurde Potsdam stärker und wir
verloren ein bisschen den Anschluss. Ohne dabei aufzustocken, machten
wir das Beste aus unseren schweren Beinen und beendeten das Spiel
ordentlich mit 19:25. Dabei wäre ein besseres Ergebnis im Rahmen der
Möglichkeiten durch aus drin gewesen. Abends stand dann noch eine
Stunde Stabilisation auf der Plan. Hier wurde nochmals sehr
konzentriert seitens der Mannschaft gearbeitet. Anschließend wurde der
harte Trainingstag in der Sauna beendet.
Samstag:
Genau wie der Freitag begann auch der Samstag um 7:00 Uhr mit einer
Frühsporteinheit auf der Laufbahn. Nach dem Frühstück gab es die letzte
Hallentrainingseinheit. Dieses Mal fand diese in der 60x45m großen
Mehrzweckhalle statt, bei dem das Team den mittleren Bereich nutzen
konnte. Nach geführter Erwärmung von Physiotherapeut Uwe Scheibner ging
es zum Erwärmungsspiel Parteiball über. Im Hauptteil des Trainings
standen vor allem athletische Elemente im Vordergrund. So gab es einen
Rundparcours mit Hürdensprüngen und anschließendem Torwurf. Außerdem
folgte Wurfkrafttraining durch Übungen mit Medizinbällen in
Zweiergruppen. Nach schnellen zwei gegen zwei Spielen auf ein Tor
belagerten die Spieler die Torhüter nochmals auf dem Fußballtor von 18m
Entfernung mit Fernwürfen.
Nach dem Mittagessen nutze jeder der Athleten die Pause bis zur 15 Uhr
Trainingseinheit bei der sie den Rabenberg (4,5km) zweimal mit dem
Fahrrad vom Tal aus erklimmen mussten. Nach dem Abholen der gut
ausgestatteten Moutainbikes folgte zunächst die erste Abfahrt bis ins
Tal. Dabei begleitete stets der unterstützende Teambus mit dem
Trainergespann das Hauptfeld. Nach 5-minütiger Pause im Ziel erfolgte
die zweite Abfahrt zum Tal, woraufhin die zweite Auffahrt begann.
Nachdem alle Starter das zweite Mal erfolgreich am Gipfel angekommen
waren stand noch ein Spezialprogramm auf dem Plan.
Dazu wurde die riesige Rasenfläche an der Wurfanlage des Sportparks
benutzt. Dabei verbanden sich in einer Achtergruppe 7 Spieler die Augen
während der 8. sie mit ausrufen sowie Kommandos aufs Feld
hinausschickte und steuerte. Ziel war es zwei Bälle zu finden welche
die Trainer vorher per Weitem Abschlag im Feld verteilten. Die vielen
Durchgänge und Variationen stellten immer wieder eine Herausforderung
für die „Kommandeure“ und „Gesteuerten“ dar. Der erwünschte Lerneffekt
fokussierte dabei die beiden Schlagwörter Kommunikation und Vertrauen.
Nach Abschluss des Nachmittagstrainingskomplexes starteten die
Vorbereitungen für den Mannschaftsabend mit Grillen. Für diesen gab es
sogar einen Besuch von Geschäftsführer Jens-Dirk Schöne. Mit Würsten,
Steaks, Salat und etwaiger Hopfen-haltiger Getränke ließ die Mannschaft
den Abend entspannt ausklingen.
Sonntag:
Der Sonntag ist schnell zusammengefasst. Wir trafen und 8 Uhr zum
Frühstück, wobei es danach gleich zum Taschen packen ging. 10 Uhr fand
dann unsere letzte Kraft- u. Fitnesseinheit statt. Auch hier powerte
sich die Mannschaft nochmals richtig aus und schloss das Trainingslager
positiv ab. Nach dem Mittag begab sich die Mannschaft dann geschlossen
auf die Heimreise nach Leipzig.
Multimedia:
Bildergalerie: Die Spieler schwitzen beim Fahrradfahren