1.Männer:
LVB-Handballer feiern Mitteldeutsche Meisterschaft und Aufstieg in die dritte Liga
17.04.11 von Martin Glass.
Die Handballer der SG LVB haben durch einen 29:27 (18:15)-Sieg gegen die HSG 2000 Wolfen die Mitteldeutsche Meisterschaft perfekt gemacht. Durch den Titel steigen die Blau-Gelben in die dritte Liga Ost auf.
Jubel über Meisterschaft: Handballer der SG LVB siegen gegen Wolfen und steigen auf
Leipzig. Die Handballer der SG LVB haben sich am Samstagabend vorzeitig die Mitteldeutsche Meisterschaft gesichert und steigen somit in die dritte Liga auf. Sie siegten mit 29:27 (18:15) gegen die HSG 2000 Wolfen in der heimischen Sporthalle Brüderstraße. Die Partie sahen 550 Zuschauer.
"Es ist eine Riesen-Sensation, dass wir aufsteigen", sagte LVB-Trainer Jens Große nach der Partie. Man habe in der Saison so viele Verletzte beklagen müssen. Das zeige aber, was für einen tollen Charakter die Mannschaft habe. Der Übungsleiter trug ein gelbes T-Shirt, auf dem stand "Schlagzahl - Hoch!, Liga - Hoch!".
Das erste Tor der Partie hatte zuvor Wolfen gemacht, was LVBler Alexander Pietzsch dazu bewegte, ein Zeichen zu setzen und deutlich zu machen, worum es ging. Er holte sich gleich eine gelbe Karte ab.
Die Anfangsphase war bis zum 4:4 ausgeglichen, beide Mannschaften verteidigten gut. "Beide Seiten sind gut ins Rollen gekommen", befand Große später. Die Gastgeber zogen dann aber bis zur ersten Auszeit der Wolfener auf 9:5 davon. Die Leipziger zeigten sich besser im Abschluss, die Gäste hingegen trafen nicht mehr wie zu Beginn. Sie scheiterten oft an LVB-Torhüter Manuel Röttig. "Wir lagen zeitweise sechs Treffer vorn. Dann lassen wir Wolfen noch einmal rankommen. Das musste nicht sein, aber man hat gemerkt, dass wir anfangs nervös waren", meinte LVB-Kapitän Max Berthold.
Beim Kampf um den Aufstieg wurde voller Körpereinsatz gezeigt: In der 23. Minute ging ein Raunen durch die Halle. Jacob Fritsch erwischte seinen Gegenspieler am Hals so, dass ein lautes Klatschen zu hören war - zwei Minuten für ihn.
Danach waren die Gastgeber etwas von der Rolle, Wolfen kam auf 16:14 heran. Doch die SG konnte sich stabilisieren und ging mit einer Drei-Tore-Führung in die Halbzeitpause (18:15).
Nach Wiederanpfiff wankte die Partie hin und her. Die Leipziger konnten aber immer den Vorsprung von zwei bis drei Toren halten. Beim Stand von 21:19 reagierte Frank Herrmann für LVB glänzend mit dem Fuß.
Kurz darauf kamen die Gäste aber bis auf ein Tor heran (22:21). Scheinbar ein Weckruf für die Leipziger: Die Angriffe wurden konzentriert vorgetragen. Ein kleiner Vorsprung sprang heraus (25:21).
In der Phase um die 50. Spielminute fehlte beiden Seiten entweder Glück (ans Aluminium) oder Können (Bälle neben das Gehäuse). Es blieb spannend beim Stand von 26:24.
Am Ende aber leuchtete ein 29:27 für die Leipziger auf der Anzeigetafel, die sich so den Gewinn der Meisterschaft und den Aufstieg sicherten. "Der Abstand ist mir egal", sagte Berthold. "Wir sind Meister!"
"Mit maximal drei, vier Spielern werden wir uns für die kommende Drittliga-Saison verstärken", sagte LVB-Geschäftsführer Jens-Dirk Schöne. Mit zweien sei man sich schon einig. Die Mannschaft bleibe im Kern aber erhalten. Wird es für den Verein in Liga 3 teurer? Der Etat werde um nur rund zehn Prozent steigen, stellte Schöne fest. "Die Spieler werden aber für dieselben Beträge wie in dieser Saison spielen. Bei uns geht es nämlich um den Zusammenhalt, nicht ums Geld."
Quelle: Michael Dick auf LVZ-Online
Berichte und Medien über den Aufstieg:
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Große Party bei den Handballern der SG LVB – Aufstieg perfekt [mit Video]


LVB-Handballer schaffen vorzeitigen AufstiegDrei Spieltage vor Saisonende haben die LVB-Handballer den Meistertitel der Mitteldeutschen Oberliga gewonnen und damit den Aufstieg in die 3. Liga Ost perfekt gemacht. Das Team von Trainer Jens Große und Co. Torsten Löther bezwang am Samstag vor 550 Zuschauern den Fünften Wolfen mit 29:27 (18:15).
In der Schlussphase des spannenden Duells applaudierten die Fans stehend und bejubelten den 20. Sieg. Bei der Übergabe der Meisterschale durch Uwe Vetterlein, Präsident des Handball-Verbandes Sachsen, erreichten die Emotionen ihren Höhepunkt.
„Wir wollten diese Partie unbedingt gewinnen. Auch wenn dabei nicht alles rund lief, hat das Team aufopferungsvoll gekämpft und Charakter bewiesen.
Diese Einstellung hat uns vorzeitig ins Ziel gebracht“, sagte der sichtlich gerührte Coach Große. Mit dem 750. Saisontreffer (5:4 /8. ), erzielt von Sascha Meiner, gingen die Hausherren in Führung, die sie bis zum Ende nicht aus den Händen gaben. Obwohl der Vorsprung in der ersten Hälfte schnell anwuchs (11:6/15.), blieben die Gäste unbeeindruckt. Nach der Pause schaffte Wolfen sogar den Anschlusstreffer (22:21/42.). Die Messestädter behielten Nerven, setzten sich erneut ab (26:22/48.).
Der beste Schütze Georg Eulitz sorgte schließlich mit seinem zehnten Tor (29:25/ 58.) für die Entscheidung. „Ich bin sehr froh, dass ich zu diesem Erfolg beitragen konnte. Es ist mein erster Aufstieg“, freute sich Eulitz. In der Schlussminute hatte Trainer Große eine besondere Geste parat. Er schickte Abwehrchef Alexander Pietzsch zur Ausführung eines Strafwurfes aufs Parkett. Die Ehrung für den letzten Treffer musste allerdings ausfallen, denn Alex traf nur den Pfosten. Das beeinträchtigte die tolle Stimmung nicht, die Feier war um Mitternacht noch nicht zu Ende.
„Im ersten Jahr als Kapitän sind meine Wünsche voll in Erfüllung gegangen. Unsere Truppe ist zusammengewachsen, hat an einem Strang gezogen und mit Teamgeist anspruchsvolle Aufgaben gemeistert“, so das Fazit von Max Berthold.
LVB: Röttig, Herrmann; Eulitz 10/2, Kunz 4, Fritsch 2, Pietzsch, Berthold 3, Meiner 8/4, Randt 2, Lorenz-Tietz, Höhne.
Horst Hampe in der Leipziger Volkszeitung vom 18.04.2011, Seite 29
Wiederholung des Spiels auf 8Sport:Sachsens neuer regionaler
Sportsender
8Sport sendet das Spiel noch einmal zu folgenden Zeiten:
Mittwoch, den 20. April um 20 Uhr als "Spiel des Tages"
Freitag, den 22. April um 20 Uhr als "Spiel des Tages"
Samstag, den 23. April um 18 Uhr
Kommentator der Partie ist der derzeit verletzte LVB-Spieler Philipp
Grießbach.