3. liga ost
SG LVB Leipzig vs. TSG Münster
Sa, 19.05.12, 18:30 Uhr
Sporthalle Brüderstraße Leipzig

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TV Jahn Duderstadt - SG LVB Leipzig 29:34 (15:15)
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1.Männer: SG LVB Leipzig - Dessau-Roßlauer HV 31:27 (17:15)
Paukenschlag zum Drittliga-Auftakt: LVB schlägt Dessau
Präsentierten sich in Bestform und konnten die ersten beiden Punkte feiern: Jacob Fritsch und Jan Höhne. Foto: Martin Glass Präsentierten sich in Bestform und konnten die ersten beiden Punkte feiern: Jacob Fritsch und Jan Höhne. Foto: Martin Glass

03.09.11 von Martin Glass. Die Handballer der SG LVB sind durch einen 31:27-Heimsieg gegen den Aufstiegsaspiranten Dessau-Roßlauer HV perfekt in die neue dritte Liga Ost gestartet. Rund 800 Zuschauern in einer stimmungsvollen Sporthalle Brüderstraße sahen aufopfernd kämpfende Gastgeber, die einen Großteil der Partie in Führung lagen und verdient die ersten beiden Punkte einsammelten.

Ohne die beiden Stammkräfte Oliver Wendlandt (Magenentzündung) und Georg Eulitz (Kniereizung) starteten die Blau-Gelben gut ins Spiel und setzten sich in der zehnten Minute erstmals mit 6:4 ab. Unter den Augen von Frauen-Bundestrainer Heine Jensen wirkten die Dessauer von der offensiven Deckung der Leipziger überrascht, glichen aber trotzdem beim 7:7 und 9:9 jeweils aus.

Die beiden torgefährlichen SG LVB-Rückraumhalben Krzysztof Zart und Jacob Fritsch, beide jeweils mit acht Treffern beste Schützen der Straßenbahner, zeigten einen unbändigen Siegeswillen und bauten den Vorsprung über 13:10 zum 15:11 (25. Minute) aus. Dieser schmolz wieder ein wenig, sodass beide Teams beim Stand von 17:15 die Seiten tauschten.


Neuzugang Sebastian Schulz hielt den Sieg der SG LVB-Handballer in der zweiten Halbzeit fest. Foto: Martin Glass

Nach dem Wiederanpfiff blieb der Abstand vorerst konstant (20:18), ehe sich die Leipziger eine Schwächephase im Angriff und einige unkontrollierte Würfen leisteten. Dessau glich erstmals wieder zum 21:21 (41. Minute) aus und ging kurze Zeit später – das einzige Mal in der Partie – mit 22:23 in Führung. Doch nun schlug die Stunde von SG LVB - Torhüter und Neuzugang Sebastian Schulz, der zahlreiche Großchancen der Gäste entschärfte. Hinzu kam ein selbstbewusster Jan Höhne, der seine aufsteigende Form der letzten Monate wieder einmal unter Beweis stellte und mehrmals aus spitzem Winkel eiskalt verwandelte.

Dadurch eroberten sich die Leipziger die Führung schnell wieder zurück (24:23) und zogen durch schnelle Konter und konzentriertes Spiel über 27:24 davon. Als Daniel Kunz vom Kreis zum 29:26 für die Vorentscheidung sorgte, kannte der Jubel schon vor Schlusspfiff sowohl auf der Leipziger Bank als auch auf den Rängen keine Grenzen mehr. Die Hausherren hielten den Vorsprung bis zum Ende und machten so den Auftaktsieg in die neue Saison perfekt.


Nach dem Tor von Daniel Kunz vom Kreis zum 29:26 kannte der Jubel keine Grenzen mehr. Foto: Martin Glass

„Nach den Hiobsbotschaften durch die Ausfälle von Georg Eulitz, Oliver Wendlandt und die Bänderdehnung von Sascha Meiner, der sich aber heute trotzdem durchgekämpft hat, war dies heute eine ganz starke Leistung des Teams“, freut sich ein sichtlich glücklicher SG LVB-Coach Jens Große nach der Partie. Vor allem die neue offensive Deckung hätte die erhoffte Wirkung auf Dessau gehabt. „Hinzu kam, dass die Jungs heute unglaublich heiß auf den Sieg waren und diesen unbedingten Willen auch auf dem Feld umsetzen konnten“, so der Übungsleiter.

Großes Gegenüber in Dessauer Reihen, Georgi Swiridenko, sparte indes nicht an Kritik an seinem Team. „Unsere Abwehr stand heute nicht kompakt genug. Wir wussten, dass uns heute etwas Besonderes erwartet und sind schnell in Rückstand geraten. Diesem sind wir fast immer hinterher gerannt, auch wenn wir einmal in der zweiten Halbzeit die Chance auf eine Zwei-Tore-Führung hatten. Doch wir haben die Bälle zu schnell verworfen und haben zu hektisch agiert. Glückwunsch an die Leipziger, ihr Sieg war verdient“, resümiert der Handball-Olympiasieger 1988 mit der Sowjetunion. Er kündigte im gleichen Atemzug ein hartes Lauftraining für seine Mannschaft am Montag an.


Die Handballer holten sich nach dem Spiel ihren verdienten Applaus von den Zuschauern ab. Foto: Martin Glass

„Lockerer“ angehen können es hingegen die SG LVB - Handballer. Sie bereiten sich in der nächsten Woche auf das Auswärtsspiel am kommenden Samstag (10.09.) um 19 Uhr bei den Alligators des HC Aschersleben vor. Trainer Große hofft, dass seine verletzten Spieler Eulitz und Wendlandt schnell wieder fit werden und die Messestädter somit in der Ballhaus-Arena mit vollem Kader angreifen kann. Leicht wird dies nicht, denn die Anhaltiner verloren auswärts in Münster mit 33:36 und wollen mit aller Macht im ersten Heimspiel auch den ersten Punktgewinn erzielen.

Das nächste Heimspiel steht für die SG LVB gegen den EHV Aue, wie Dessau ebenfalls Zweitligaabsteiger und Lokalrivale, an. Anpfiff ist am 18.09. um 14 Uhr in der Sporthalle Brüderstraße.

SG LVB: Ziebert (TH), Schulz (TH), Röttig (TH, nicht eingesetzt) - Meiner 1, Wagner 2, Zart 8, Berthold 1, Fritsch 8, Leuendorf, Höhne 7, Sillanpää 2, Kunz 2, Sickora (nicht eingesetzt)

Bildergalerie zum Spiel auf der SG LVB - Facebook-Seite

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Perfekter Start der LVB-Handballer
Drittliga-Neuling schlägt Dessau-Roßlau nach dramatischem Spiel mit 31:27


Den Handballern vom Aufsteiger SG LVB ist in der 3. Liga Ost ein perfekter Saisonstart gelungen. Die Leipziger bezwangen zu Hause Zweitliga-Absteiger Dessau-Roßlauer HV mit 31:27 (17:15).

Die Männer von Coach Jens Große mussten gehandicapt antreten, weil nicht nur Rechtsaußen Georg Eulitz (Knieverletzung), sondern auch noch Abwehrstratege Oliver Wendlandt (Magen-Darm-Infekt) fehlte. Außerdem waren für Sascha Meiner (Bänderdehnung im Fußgelenk) nur kurze Einsätze auf der linken Außenbahn möglich. "Der Erfolg war harte Arbeit und wurde leidenschaftlich erkämpft. Unsere Willenskraft hat sich ausgezahlt", analysierte Große. "Der Sieg gegen meinen ehemaligen Verein ist ein besonderes Ereignis", freute sich Kapitän Max Berthold.

Die Gastgeber erlangten nach fünfzehnminütigem Abtasten (7:7) Vorteile, die vor allem Rückraumschütze Jacob Fritsch mit sechs Treffern nutzte und zogen mit 15:11 (26.) in Front. "Bei mir lief es ganz ordentlich, weil mir meine Nebenleute gute Anspiele servierten", erklärte der Linkshänder. Damit war aber längst noch nicht der Weg zum Ausbau des Vorsprungs geebnet. Fritsch erhielt fortan Sonderbewachung, die allerdings zugunsten von Krzysztof Zart ausging, der fünf Mal eiskalt vollstreckte.

Nach dem Wechsel erhöhten sich Spannung und emotionale Aktionen, die bei 700 Zuschauern, darunter 150 Gäste-Fans, in der Sporthalle Brüderstraße Begeisterungsstürme auslösten. Die Gäste eroberten sogar die Führung (23:22/44.). Auch davon blieben die Blau-Gelben unbeeindruckt. Jan Höhne hatte mit seinen variablen Würfen (sechs Treffer) die passende Antwort gefunden. Die Keeper Sebastian Schulz (LVB) und Christian Hoffmann (HV) glänzten mit tollen Reflexen und hielten ihre Mannschaften auf Augenhöhe. Fünf Minuten vor Ultimo drehten die Leipziger den Spieß wieder um (27:26). Jetzt bebte die Halle - alle verfolgten nur noch stehend das Geschehen.

Das Finish ging schließlich klar an die Hausherren, die mit einem Viererpack (31:26/59.) und durch starke Paraden von Sebastian Schulz für ein überraschendes Ergebnis sorgten. Der Gäste-Trainer Georgi Swiridenko, Olympiasieger von 1988, kritisierte seine Abwehr. "Wir sind fast immer hinterher gerannt", anerkannte aber auch die Leistung der Messestädter: "Glückwunsch, der Sieg war verdient."

Horst Hampe in der Leipziger Volkszeitung vom 05.09.2011, Seite 31

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Links zum Thema

Artikel:
» LVZ-Online: "Die Halle bebt, LVB siegt"
» Leipziger Internet-Zeitung: "Nanu, SG LVB schlägt Zweitliga-Absteiger"
» Dessau-Roßlauer HV: "Beim Start gestolpert"
» Deutscher Handballbund: "Aufsteiger Leipzig und Rimpar lassen in Ost-Staffel aufhorchen"

Multimedia:
» Videos vom Spiel: Interviews mit Fritsch und Schulz sowie Talkrunde
» Bildergalerie auf Facebook
» Bildergalerie vom Dessau-Roßlauer HV
» LEIPZIG FERNSEHEN Sportradio: Partie in voller Länge als mp3 anhören

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Übertragung im Fernsehen

Sachsens regionaler Sportsender 8Sport überträgt die Partie zu folgenden Sendezeiten:

Mittwoch, 07.09. um 20 Uhr als "Spiel des Tages"
Donnerstag, 08.09. um 18.15 Uhr
Samstag, 10.09. um 20 Uhr als "Spiel des Tages"


Mehr zum Fernsehsender unter www.8sport.de!

Spielausschnitt aus dem Spiel von 8Sport:


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