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Verein: Für Talente geschaffener Klub noch lange nicht am Ziel
Neuer Verein mit guten Ansätzen

05.11.10 von Norbert Töpfer (LVZ). Bei seiner Gründung vor einem halben Jahr hieß es, dass der neue Verein Handball-Akademie (HA) Leipzig/Delitzsch das Aushängeschild des Nachwuchses in der Region werden soll. Der Name des Klubs, extra für die größten Hoffnungen dieser Sportart geschaffen, taucht jedoch in den aktuellen Tabellen nur einmal auf. Und zwar beim souveränen Spitzenreiter der männlichen A-Jugend-Oberliga.

Pessimisten könnten das negative Fazit ziehen: Tolle Pläne, aber bis auf die genannte Mannschaft alles nur Gerede. Doch dieses Urteil ist ungerecht. Leipzigs männlicher Handball-Nachwuchs mischt beachtlich mit in den höchsten Spielklassen. Von der A-Jugend bis zur C-Jugend arbeiten die beteiligten Klubs SC DHfK, SG LVB und der nach der Insolvenz von Concordia gegründete NHV Concordia Delitzsch 2010 eng zusammen. Im Wesentlichen sind die größten Talente der Region Leipzig in den besten Mannschaften ihrer Altersklasse (AK) aktiv, auch wenn einige dieser Teams wie zum Beispiel die stärksten C-Jugendlichen noch als SG LVB spielen.

 

Das Wirrwarr ist für Außenstehende schwer zu verstehen. Das positive Beispiel: In der Oberliga A-Jugend dominiert die HA Leipzig/Delitzsch. Sie wird trainiert von Mario Huhn. Diese Jungs gehören dem älteren B-Jugend-Jahrgang an, kämpfen jedoch eine Altersklasse höher, damit sie gleichwertige Gegner haben. Aushängeschild ist Max Emanuel, der zur deutschen Jugend-Nationalmannschaft gehört. Zudem spielen elf Jungs in der Sachsen-Auswahl. "Ziel ist es, dass die Besten der Region für die Handball-Akademie spielen. Dadurch werden sie besser gefordert, weil sie sich schon innerhalb dieser Mannschaft mit den Stärksten ihres Jahrgangs messen", weiß Coach Huhn.

 

Norbert Schlegel vergleicht den neuen Verein "mit einem großen Gebäude, bei dem noch einige Räumlichkeiten zu Ende gebracht werden müssen". Der HA-Vizepräsident glaubt einen der Gründe dafür zu kennen, dass bisher nicht die Besten aller Altersklassen unter Regie der Handball-Akademie vereint sind: "Es ist schwierig, weil sich einige langjährige Trainer und Funktionäre nicht von ihren alten Vereinen lösen können." Allerdings betont Schlegel, dass es unter den in Frage kommenden drei Klubs keinerlei Feindschaften gäbe. Was Harald Wittig, Coach der C-Jugend der SG LVB, bestätigt: "Wir arbeiten sportlich gut zusammen. Auch menschlich passt es. Es fehlt nur das gemeinsame Dach." Jens-Dirk Schöne, Geschäftsführer der SG LVB, sieht im Einhalten der Formalitäten bei der Gründung des neuen Vereins HA die Ursache dafür, dass noch nicht alles nach Wunsch läuft. "Sportlich sind wir gut, haben in jeder Altersklasse die Besten der Region in einem Team. Hoffentlich klappt es nächstes Jahr, dass dann alle Mannschaften mit den veranlagtesten Spielern unter dem Namen Handball-Akademie antreten", sagt Schöne.

 

Dies ist auch das Ziel von Karsten Günther, Handball-Geschäftsführer des SC DHfK: "Wenn die Verantwortlichen der drei Vereine zu ihren einst gegebenen Zusagen stehen, wird die Handball-Akademie ab neuer Saison in den jeweils höchsten Spielklassen vertreten sein." Bei den A-Jugendlichen könnte das sogar die neu gebildete Bundesliga sein.

 

Der SC DHfK, dessen Männer die zweite Liga anvisieren, unterstütze das Projekt nicht aus Eigennutz. "Unsere erste Mannschaft würde von den Talenten als Letzte profitieren. Die Jungs können doch nicht gleich zweite oder dritte Liga spielen. Sie brauchen Zeit zur Reife, zum Beispiel in der Oberliga", so Günther. Sein Anspruch: "Jede Perle der Region" müsse bei den HA-Mannschaften die Chance bekommen, sieben Mal pro Woche zu trainieren, damit Leipzigs Männer-Handball wieder erstklassig wird und dieses Niveau dann auch hält.

 

Norbert Töpfer in der Leipziger Volkszeitung vom 05.11.10, Seite 25



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