01.04.10 von Martin Glass.
Die Handballer der SG LVB haben ihr Auswärtsspiel beim Regionalliga-Tabellenführer SG Haslach-Herrenberg-Kuppingen mit 23:35 (10:15) verloren. Mit dieser Niederlage verpasste die Große-Truppe die Qualifikation für die neu strukturierte dritte Handballliga und tritt somit in der nächsten Saison in der attraktiven mitteldeutschen Spielklasse an.
Leipzig startete dank einer für den Gastgeber unerwarteten Abwehrformation (5:1- statt 3:3-Deckung) mit 5:2 vielversprechend in die Partie. Nach einer Viertelstunde stellte sich Haslach auf auf die LVB-Spielweise ein und zog über den 7:7-Ausgleich bis zum Halbzeitstand von 10:15 aus Sicht der Gäste davon.
Nach dem Wiederanpfiff änderte sich am Spielgeschehen trotz beherzter Leistungen von Rückraum-Shooter Daniel Kunz und LVB-Hüter Manuel Röttig nichts. „Wir haben unsere Chancen zwar gut und lange ausgespielt, brachten aber die Würfe nicht im gegnerischen Tor unter“, legt sich LVB-Trainer Jens Große fest. Durch zahlreiche technische Regelfehler und unnötige Zeitstrafen zogen sich die Leipziger am Ende selbst den Zahn. Haslach konterte im Gegenzug mehrfach eiskalt und siegte am Ende verdient.
Nach der Niederlage haben die LVB-Handballer bei neun Punkten Rückstand auf den rettenden zehnten Tabellenrang (vier ausstehende Spiele) keine Chance mehr auf die Qualifikation für die neue dritte Liga. „Wir haben die Saison ganz klar im Januar verloren“, resümiert Jens Große. Nicht ohne hinzuzufügen, „dass man der Mannschaft kämpferisch und läuferisch überhaupt keinen Vorwurf machen kann.“ Das Team sei immer topmotiviert in die Partien gegangen, habe aber aufgrund des niedrigen Durchschnittsalters am Ende bitteres Lehrgeld zahlen müssen. Vor allem in engen Spielen wie beispielsweise daheim gegen Konstanz und Friedberg ließ man Punkte liegen.
Während die LVB-Handballer über Ostern kein Spiel bestreiten, treten sie am übernächsten Sonntag (11.04,) um 16 Uhr in der Leipziger Sporthalle Brüderstraße zum vorletzten Heimspiel gegen die TSB Heilbronn-Horkheim an. „Wir wollen uns auf jeden Fall in den letzten vier Spielen mit Anstand aus der Regionalliga verabschieden“, so LVB-Coach Große. Dies haben sowohl die Fans als auch der Verein verdient.
Die Kaderplanung für die nächste Saison ist derweil nach den Verpflichtungen von Sascha Meiner (Linksaußen) und Jacob Fritsch (Rückraum rechts) sowie zahlreichen Vertragsverlängerungen größtenteils abgeschlossen. Einzelheiten zur nächsten Saison sollen in Kürze folgen.
SG LVB: Röttig (TH), Claus (TH, nicht eingesetzt); Eulitz 6/5, Kunz 3, Trodler 3, Wagner 1, Lorenz-Tietz 4/1, Grießbach 2, Höhne 1, Ziemann, Berthold 3, Kostulski, Steinbeck

Abstieg der LVB-Handballer besiegelt - 23:35-Niederlage beim Tabellenführer
Herrenberg/Leipzig. Die Regionalliga-Handballer der SG LVB Leipzig haben am Donnerstag ihre letzte Chance auf den Klassenerhalt verspielt. Nach der klaren 23:35 (10:15)-Niederlage im Nachholspiel bei der SG Haslach/Herrenberg/Kuppingen steht das Team vier Spieltage vor Saisonende als Absteiger fest. „Wir sind alle enttäuscht, die Niederlage ist sehr bitter. Es hätte allerdings ein kleines Wunder passieren müssen, um die Klasse noch zu halten“, sagte LVB-Coach Jens Große nach dem Spiel.
Dabei war seine Mannschaft stark in die Partie gegen den Regionalliga-Spitzenreiter gestartet und konnte zu Beginn der ersten Hälfte mit 4:1 und 7:5 in Führung gehen. „Wir haben gut angefangen und stark gedeckt. Manuel Röttig im Tor hat zudem einige schwere Bälle gehalten“, so Große. Nach rund 20 Minuten brach das Team jedoch ein. Zur Pause lagen die Leipziger bereits mit 10:15 in Rückstand. „Vielleicht hatten wir einfach Angst vor der eigenen Courage“, suchte der LVB-Coach nach einer Erklärung.
Auch in der zweiten Hälfte bekamen die Gäste kein Bein mehr aufs Parkett. Obwohl Große die Abwehr mehrfach umstellte, konnte sein Team die drohende Niederlage nicht mehr abwenden. Die insgesamt sechs Tore von Georg Eulitz (bester LVB-Torschütze) und ein stark aufgelegter Danny Kunz reichten nicht aus, um den Spieß beim Tabellenführer noch einmal umzudrehen.
Mit 23:35 fiel das Ergebnis am Ende deutlicher als erwartet aus. „Mit einer so hohen Niederlage hatten wir nicht gerechnet“, so Große. Das Ziel sei nun, sich in den verbleibenden vier Partien gut aus der Regionalliga zu verabschieden und in der kommenden Saison in der neuen Mitteldeutschen Handball-Liga wieder anzugreifen.
Robert Nößler auf LVB-Online » zum Originalartikel