21.03.10 von Martin Glass.
Die Regionalliga-Handballer der SG LVB landen mit einem 30:29-Auswärtstriumph beim TSV Neuhausen/Filder den zweiten Sieg in Folge. Zwischenzeitlich lagen die Große-Schützlinge mit 6 Toren in Rückstand, konnten aber mit einer offensiven Abwehr Mitte der zweiten Hälfte eine furiose Aufholjagd starten. Beste Werfer auf Seiten der Leipziger waren Richard Wagner und Danny Trodler mit je 6 Treffern.
Die Messestädter starteten gut ins Spiel und gingen früh in Führung (3:1). „Das Team hat das umgesetzt, was wir am Sonntagmorgen noch auf DVD analysiert haben“, freut sich Trainer Jens Große. Schnell schlichen sich jedoch Fehler im LVB-Angriffspiel ein, sodass sich die Gastgeber bis zum Pausenpfiff auf 13:16 absetzen konnten. Dies änderte sich laut dem 37-jährigen LVB-Coach auch zu Beginn der zweiten Spielhälfte nicht: „Wir haben weiter die gleichen Fehler gemacht, beispielsweise im zu schnellen Abschluss. Auch die Abwehr stand nicht optimal, sodass wir einfache Gegentore kassieren mussten.“
In der 45. Minute stellten die Leipziger um und agierten in der offensiveren 3:2:1-Deckung. „Da wir wussten, dass Neuhausen personell unterbesetzt war, brachten wir frische Spieler von der Bank und setzten auf ein laufintensives Spiel mit vielen 1:1-Situationen“, so Jens Große. Die Gastgeber konnten die konditionellen Defizite nicht ausgleichen und agierten zunehmend unkonzentrierter, was zu schnellen Ballverlusten führte. LVB hingegen nutze seine Torchancen eiskalt vor dem gegnerischen Tor. Keeper Manuel Röttig, zur Halbzeit für Stefan Claus gekommen, ließ die Neuhausener mit zahlreichen sehenswerten Paraden, darunter zwei Siebenmeter, verzweifeln. „An der Aufholjagd haben alle Spieler ihren Anteil. Die Mannschaft hat richtig gefightet“, so der LVB-Übungsleiter.
Die letzte Spielminute war dann nichts für schwache Nerven. „Wir sind in Ballbesitz, verlieren aber das Spielgerät vier Sekunden vor Schluss. Wir verzögern den Freiwurf, erhalten eine Zwei-Minuten-Strafe, aber der Wurf aus der Ferne wird von Manuel Röttig gehalten“, so LVB-Rückraum-Shooter Daniel Kunz. Der Auswärtstriumph war seiner Meinung nach ein Verdienst der gesamten Mannschaft: „Wir haben uns in der zweiten Hälfte richtig motiviert und nie aufgegeben. Der Sieg ist ein geiles Gefühl!“
Die Messestädter steigen mit dem Doppelpunktgewinn auf den zwölften Tabellenplatz (18:30 Punkte). Am nächsten Samstag treten die Messestädter wieder auswärts bei der SG Köndringen/Teningen an. In der Hinrunde trennten sich beide Teams in Leipzig mit 27:27. Die Baden-Würtemberger stehen aktuell mit 26:25 Zählern auf dem ersten Nicht-Abstiegsplatz (Rang 10). Trotz eines Nachholspieles ist für die LVB-Handballer ein Sieg gegen den direkten Konkurrenten Pflicht, um sich noch eine Hoffnung auf den Klassenerhalt und somit die Qualifikation für die neue dritte Liga zu machen.
SG LVB: Clauß (TH, 1.HZ), Röttig (TH, 2.HZ); Eulitz 5, Grießbach 4, Wagner 6, Berthold 4, Kunz 1, Trodler 6, Lorenz-Tietz 4/1, Höhne, Steiner, Kostulski, Ziemann
Strafen: LVB 10min, Neuhausen 6min
Siebenmeter: LVB 1/1, Neuhausen 3/6 (1x übers Tor, 2x hält Röttig)
Spielverlauf: 1:3, 3:3, 11:11, 15:12, 16:13 (HZ), 19:13, 20:14, 21:16, 25:20, 27:27, 29:30 (ES)

Handballer der SG LVB Leipzig erkämpfen Auswärtssieg beim TSV Neuhausen/Filder
Neuhausen/Leipzig. Im Kampf um den Klassenerhalt in der Handball-Regionalliga hat die SG LVB Leipzig am Sonntag den zweiten Sieg in Folge eingefahren. Beim TSV Neuhausen/Fildern setzte sich das Team von Trainer Jens Große knapp mit 30:29 (13:16) durch. Zwischenzeitlich hatten die Leipziger mit sechs Toren im Rückstand gelegen, kämpften sich aber mit einer starken Leistung in der zweiten Halbzeit noch zu einem glücklichen Auswärtssieg. Beste Torschützen auf Seiten der SG LVB waren Richard Wagner und Danny Trodler mit jeweils sechs Treffern.
Die Gäste starteten druckvoll und gingen zunächst mit 1:3 in Front. „Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen und haben früh geführt. Das Team hat das umgesetzt, was wir am Sonntagmorgen noch auf DVD analysiert haben“, sagte LVB-Coach Große. Die mangelnde Chancenverwertung machte das Leipziger Polster jedoch schnell zunichte. Die Hausherren nahmen das Heft in die Hand und erspielten sich bis zur Halbzeitpause eine 16:13-Führung. „Nach der Startphase haben wir viele Chancen, darunter einige freie, im Angriff vergeben. Neuhausen hat uns daher eiskalt ausgekontert“, ärgerte sich Große.
Zu Beginn der zweiten Hälfte konnten die Gastgeber ihren Vorsprung ausbauen und lagen zwischenzeitlich sogar 20:14 vorne. „Vom Sieg war nicht mehr auszugehen, aber die Mannschaft hat sich klasse wieder zurück gekämpft“, lobte der Trainer. In der letzten viertel Stunde wechselte die SG LVB von einer 6:0-Aufstellung in eine offensive 3:2:1-Deckung und brachte Neuhausen/Fildern damit aus dem Konzept. „Dieser Schachzug hat gewirkt, da der Gegner personell unterbesetzt war, wir frische Spieler von der Bank gebracht waren und somit durch ständiges laufintensives 1:1-Spiel konditionell klar überlegen waren“, so Große.
Nach dem Ausgleich zum 27:27 und der Leipziger 30:29-Führung kurz vor Spielende wurde es noch einmal spannend. „Wir sind in Ballbesitz, verlieren aber das Spielgerät vier Sekunden vor Schluss“, beschreibt Danny Kunz die turbulente Schlussphase. „Wir verzögern den Freiwurf, erhalten eine Zwei-Minuten-Strafe, aber der Wurf aus der Ferne wird von Manuel Röttig gehalten“, so der LVB-Rückraumspieler. „Wir haben uns in der zweiten Hälfte nie aufgegeben. Der Sieg ist ein geiles Gefühl!“
SG LVB: Clauß/Röttig - Eulitz 5, Grießbach 4, Wagner 6, Berthold 4, Kunz 1, Trodler 6, Lorenz-Tietz 4/1, Höhne, Steinbeck, Kostulski, Ziemann
» Original-Artikel von Robert Nößler auf LVZ-Online