08.10.09 von Martin Glass.
Die Handballer der SG LVB treten am Samstag beim ESV Lokomotive Pirna an, um den inoffiziellen Titel als Sachsens Nr.3 im Männerhandball zu erobern. Die Partie der Regionalliga Süd wird um 19.30 Uhr in der Sporthalle Pirna-Sonnenstein angepfiffen. Trainer Jens Große wagt im Interview eine Prognose auf das Sachsenderby.
Welche Chancen räumt ihr euch für das Spiel in Pirna ein?Gegen Pirna wird es gewiss nicht einfach, weil sie einfach besser besetzt sind als wir. Sie haben im Moment keinen guten Lauf, was unser Glück sein könnte. Andererseits wurden sie bestimmt von ihrem Trainer Norman Rentsch mit einer klaren Ansprache wach gerüttelt. In Pirna ist am Samstag alles möglich, auch, dass wir untergehen. Das möchten wir natürlich verhindern.
Wie werdet ihr aufgestellt sein und wie denkst du wird der Gegner auftreten?Max Berthold wird Gott sei Dank wieder dabei sein und uns auf der Mitte unterstützen. Im Gegenzug fehlt uns Max Ziemann, der mit einer Grippe im Bett liegt. Wir werden hoch motiviert ans Werk gehen, ebenso die Pirnaer – es geht schließlich um den inoffiziellen Titel als Sachsens Nr.3 im Männerhandball. Sie wollen ihn behalten, wir wollen ihn erobern.
Ihr habt zwei Spiele in Folge gewinnen. In der letzten Saison hat man nach einigen Siegen gelegentlich Überheblichkeit gespürt – hast du Angst, dass diese wieder einkehrt?Nein, natürlich nicht. Wir sind Aufsteiger und müssen um jeden Punkt kämpfen. Platz 10 ist ein extrem schwieriges Ziel. Das ist jedem bewusst und daher sehe ich diese Gefahr nicht.
Derbysieg als Wiedergutmachungvon Andreas Reiche, Website ESV Lok Pirna. "Für uns stehen in dieser Partie die sportlichen Aspekte klar im Vordergrund.“ machte Vereinschef Klaus Lehmann vor dem Derby gegen den LVB Leipzig noch einmal klar. Nach der bisher höchsten Niederlage seit dem Aufstieg hatte es beim Regionalligisten erheblichen Gesprächsbedarf gegeben.
„Nach dem 28:41 in Kronau – Östringen mussten wir handeln. Wir sehen unser sportliches Ziel in Gefahr. Deshalb haben wir mit Trainer Norman Rentsch und der Mannschaft intensiv darüber gesprochen.“ Am Samstag erwartet Lehmann ein deutliches Lebenszeichen von Trainer und Mannschaft. „Da sind beide absolut in der Pflicht.“
Im Oktober wartet auf den ESV Lok Pirna ein anspruchsvolles Programm. Nach dem Derby dampft die Lok nach Köndrigen/Teningen, empfängt eine Woche später Heilbronn- Horkheim bevor es dann am 31.10. zum Handballgipfel nach Bad Neustadt geht. „Wir haben nach vier Spieltagen schon wieder zu viel liegen lassen. Ein Sieg gegen den LVB wäre nicht nur für das Punktekonto, sondern auch für das angeknackste Selbstvertrauen wichtig.“ hofft Manager Andreas Ertelt auf einen goldenen Oktober.
Aufsteiger LVB kommt mit einem Erfolgserlebnis auf den Sonnenstein. Am vergangenen Spieltag besiegte das Team von Trainer Jens Große Zweiligaabsteiger Oftersheim/Schwetzingen knapp mit 26:25 und rangiert damit mit einem ausgeglichenem Punktestand (4:.4) noch vor Pirna in der Tabelle.