1.Männer:
2.Runde DHB-Pokal - SG LVB vs. MT Melsungen 30:46
24.09.09 von Matthias Roth (LVZ-Online).
Leipzig. Die Regionalliga-Handballer der SG LVB haben die Überraschung im DHB-Pokal verpasst. Gegen den Erstligisten MT Melsungen hieß es am Ende 30:46 (17:24). Dabei hielten die Messestädter vor 650 Zuschauern in der Halle Brüderstraße lange gut mit. Erst als am Ende die Kräfte bei den Leipzigern nachließen, sorgte der Favorit für ein klares Ergebnis.
Vor allem im ersten Abschnitt bot der Regionalligist gute Spielzüge und hielt die Partie lange offen. Dank einem schnellen Spiel und guten Angriffen über außen blieb der Vorsprung des Erstligisten bis kurz vor der Pause gering. Vor allem Richard Wagner hielt sein Team mit vier Treffern in der ersten Halbzeit im Spiel. "Es war etwas ganz Besonderes", berichtete Wagner nach dem Abpfiff. "Mein erster Auftritt gegen einen Erstligisten, solche Mannschaften sehe ich sonst nur im Fernsehen."
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Mit sehr viel Herz und ein bisschen Jetlag
Pokal: LVB-Handballer unterliegen Melsungen 30:46Leipzig. Steffen Bödemann drehte sich kurz um, schaute auf die Anzeigetafel und murmelte das Ergebnis noch einmal vor sich hin. 30:46 (17:24) hatte er mit den LVB-Handballern gerade gegen den Erstligisten Melsungen in der zweiten Runde des DHB-Pokals verloren. Seine Mannschaft hatte gestern in der Sporthalle Brüderstraße ein gutes Spiel gezeigt, den großen Favoriten natürlich nicht ernsthaft in Gefahr gebracht, aber mit sehr viel Herz die Partie bestritten. „Am Ende war es vielleicht doch ein bisschen hoch“, sagte der Routinier.
Erst in der Nacht zuvor war er aus Shanghai zurückgekehrt und plagte sich noch mit ein bisschen Jetlag herum. „Aber in der anderen Richtung ist es schlimmer. Es ging schon ganz gut.“ Letzteres trifft auf die ganze LVB-Mannschaft zu. 30 Treffer gegen einen solchen Kontrahenten zu erzielen, ist aller Ehren wert. Noch mehr freute sich Trainer Jens Große, dass sich alle seine Feldspieler in die Torschützenliste eintrugen. „Das sollte ihnen Selbstvertrauen geben“, sagte er.
So richtig könne man dieses Pokalspiel aber mit dem Alltag in der Regionalliga, in der die SG LVB ihre ersten beiden Spiele verlor, nicht vergleichen, meinte Richard Wagner. „Aber es war eine schöne Erfahrung und hat ungeheuer Spaß gemacht, gegen eine solche klasse Mannschaft zu spielen. Die Zuschauer kommen hoffentlich wieder.“ Der 20-Jährige hatte als Regisseur Anteil daran, dass dem Gastgeber einige schöne Treffer gelangen. „Einige zu viel“, schimpfte Ryan Zinglersen. Der Gäste-Trainer lobte die LVBer für ihren couragierten Auftritt und das klang keineswegs nur höflich.
Die Anerkennung hatte sich die Truppe um Marco Steinbeck redlich verdient. Dass die eine oder andere Aktion überhastet abgeschlossen, mitunter nicht konzentriert agiert wurde, wer wollte es dem Gastgeber verdenken. „Es war einfach ein schönes Erlebnis“, freute sich Rückraumspieler Max Ziemann mit seinen gerade 18 Jahren. Er teilte sich die linke Angriffsseite mit Danny Trodler. Und wie der bei seinem ersten Treffer den erfahrenen Alexandros Vasilakis versetzte, hätte sich der ehemalige Magdeburger an diesem Abend wohl nicht träumen lassen. Der Blick des früheren Elbestädters sprach jedenfalls Bände – der Beifall der Zuschauer am Ende ebenso.
LVB: Herrmann, Claus, Röttig; Eulitz 1, Grießbach 3, Steinbeck 2, Bödemann 2, Kostulski 3, Wagner 5, Kunz 5/2, Trodler 4, Ziemann 2/1, Höhne 2, Sickora 1.
Melsungen: Kelentric, Herold; Schöngarth 5, Klitgaard 8, Tellander 2, Tzimourtos 12/2, Vasilakis 3, Stojanovic, Treutler, Danner, Sanikis 11, Vuckovic 5/1.
7-m: je 3:3.
Strafminuten: LVB 4, Melsungen 2.
Zuschauer: 650.
Stationen: 5:7/10., 9:16/19., 16:22/26., 21:32/42., 26:37/50., 28:39/55.
Winfried Wächter in der Leipziger Volkszeitung vom 24.09.09, Seite 27
Multimedia:
Video: 3-LVB-Talrkunde direkt nach dem Spiel
Bildergalerie: Fotos vom Spiel von Christian Nitsche
Bildergalerie:
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MT Melsungen locker weiter - 46:30 bei der SG LVB LeipzigLeipzig. Der Favorit setzte sich durch. Deutlich mit 46:30 gewann Bundesligist MT Melsungen Mittwochabend sein Spiel in der zweiten Pokalrunde beim Drittligisten LVB Leipzig. Schon zur Halbzeit hatten die Nordhessen mit 24:17 in Führung gelegen. MT-Trainer Ryan Zinglersen zeigte sich zufrieden:
"Meine Mannschaft hat mich überzeugt, wenngleich die Zahl der Gegentore einfach zu hoch ist. "
Leipzig hatte zuletzt vor 30 Jahren in einem Pflichtspiel gegen einen Erstligisten gespielt. Damals, noch zu DDR-Zeiten, verlor man im Pokal gegen den SC Magdeburg mit 17:27. Auch gestern hatten die Leipziger nichts zu bestellen. Nur ein einzigen Mal, gleich zu Beginn, führten die Ostdeutschen (1:0). Dann schlug die MT zurück. Schon nach wenigen Minuten stand es 4:2 für die Nordhessen, die im ersten Abschnitt in Dimitrios Tzimourtos und Thomas Klitgaard ihre gefährlichsten Schützen hatten. Nach 18 Minuten war der Vorsprung auf 16:10 ausgebaut.
Leipzigs Coach reagierte, wechselte fast sein gesamtes Team aus. Angefeuert von den 700 Zuschauern in der ausverkauften Halle sah sich die MT plötzlich unter Druck. Leipzig kam bis auf 14:18 heran. Der MT unterliefen in dieser Phase viele technische Patzer im Aufbauspiel. Dennoch hatten die Nordhessen die Lage bald wieder im Griff. Als der Schiedsrichter zur Halbzeit pfiff, war der Vorsprung standesgemäß wieder auf sieben Tore gewachsen.
Leipzig chancenlosNach der Halbzeit wurde die Überlegenheit der Gäste immer drückender. Leipzig stand mit dem Rücken zur Wand, hatte nichts mehr entgegenzusetzen. Es spielte nur noch die MT, die denn auch ihren Vorsprung kontinuierlich ausbaute. Die meisten Tore für die MT warf Tzimourtos mit zwölf Treffern, gefolgt von Sanikis mit elf Toren.
Torschützen MT: Schöngarth 5, Klitgaard 8, Tellander 2, Tzimourtos 12/2, Vasilakis 3, Sanikis 11, Vuckovic 5/11. Zeitstrafen: 4 /1
Weitere Pokalergebnisse: Bergischer HC - Eisenach 33:27, Kiel - Berlin 34:26, Bittenfeld - Rhein-Neckar-Löwen 32:33 n.V., Korschenbroich - Balingen 29:39, Gummersbach - Wetzlar 39:37 n.V., Hildesheim - Lemgo 25:33, Erlangen - Düsseldorf 32:28, Schwerin - HSV Hannover 38:29, Nordhorn - Lübbecke 34:38, Ferndorf - Essen 32:35, Saarlouis - Niederwermelskirchen 30:29.
Martin Glass in der Hessische/Niedersächsische Allgemeinen vom 24.09.09