LVB nach sicherem 34:28 weiter an der Tabellenspitze
Feierte ein gelungenes Comeback und konnte sich gleich dreifach unter dem Jubel der 300 Zuschauer in die Torschützenliste eintragen: Richard Wagner. Foto: Martin Glass
28.11.10 von Martin Glass.
Die Handballer der SG LVB haben souverän die Tabellenspitze der Mitteldeutschen Oberliga verteidigt. Am Sonntagmittag legten die Blau-Gelben beim 34:28 (21:10) gegen den Tabellenzwölften HSV Apolda vor allem eine in der ersten Hälfte überzeugende Leistung aufs Parkett. Bester Leipziger Torschütze war Sascha Meiner mit neun Treffern, darunter drei Siebenmetern.
LVB ging ersatzgeschwächt in die Partie, denn Felix Randt und Sebastian Lorenz-Tietz konnten aufgrund einer Zahn-OP bzw. Rippenprellung ebenso wenig wie die Dauerverletzten Kunz, Steinbeck und Grießbach auflaufen. Abwehrchef Alexander Pietzsch vertrat Lorenz-Tietz im Angriff. Im Gegenzug konnte LVB-Coach Jens Große wieder auf Richard Wagner zurückgreifen, der nach langer Verletzungspause (Schulter-OP) sein Comeback gab.
Die Hausherren dominierten die Partie von Anfang an und gingen vor allem über die beiden Außenspieler Sascha Meiner und Georg Eulitz mit 6:3 in Führung. Die Gäste aus Apolda zeigten wenig Biss sowohl im Angriffs- als auch im Deckungsspiel, sodass Leipzig seinen Vorsprung über 9:4 und 14:7 auf 19:9 ausbauen konnte. Die rund 300 Zuschauer in der Sporthalle Brüderstraße hatten reichlich Grund zum Jubeln, netzten doch in dieser Phase der wieder genesene Wagner gleich dreimal sowie der sonst Tor-arme Pietzsch jeweils einmal erfolgreich ein. Beim Stand von 21:10 gingen beide Teams in die Kabinen.
Nach dem Wiederanpfiff entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, was Mitte der zweiten Hälfte jedoch zu kippen drohte. Leipzig zeigte Konzentrationsschwächen in Angriff und Deckung, sodass Apolda wieder einen Fuß ins Spiel bekam. In dieser Phase war es vor allem LVB-Hüter Manuel Röttig, der einige Hundertprozentige der Gäste entschärfte, sodass diese nicht weiter heran kamen (30:22, 33:26). Die Blau-Gelben konzentrierten sich nach einer Auszeit von Trainer Große (50. Minute) noch einmal und spielten den Sieg letztendlich locker herunter.
Das Spiel
der LVB-Männer gegen Bad Blankenburg läuft am Mittwoch (01.12.) um 20 Uhr als "Spiel des Tages" und am darauffolgenden Donnerstag (02.12.) um 18.30 Uhr auf Sachsens
neuem Sportsender 8Sport. Schnuppern Sie hier in zwei Minuten der Übertragung herein:
„Die erste Halbzeit war eine starke geschlossene Mannschaftsleistung, wir haben dem Gegner unseren Stempel aufgedrückt. Jeder hat den Mitspieler freigespielt oder den freien Kollegen gesehen, wir haben schön herausgespielte Tore gemacht“, resümiert Übungsleiter Jens Große. „In der zweiten Hälfte waren wir dann aber zu egoistisch agiert. Jeder wollte sein Tor machen und hat seine Nebenleute nicht mehr bedient. Das war keine Glanzleistung, zumal hinzukam, dass nach der hohen Pausenführung die Motivation bei dem einen oder anderen Spielern merklich gefehlt hat. Darüber werden wir noch reden müssen“, fügt er hinzu.
Gäste-Trainer Ralph Börmel hingegen war enttäuscht von der ersten Halbzeit: „Wir haben uns vorgenommen, zumindest mitzuspielen. Der Respekt war aber am Anfang anscheinend zu groß, sodass wir enorm viele technische Fehler und unmotivierte Würfe produzierten.“ Die klare Leistungssteigerung in Hälfte zwei begründet er vor allem dadurch, „dass sein Team einen hervorragenden Charakter hat und nie aufgibt. Wir wollten noch einmal Gas geben und uns nicht abschlachten lassen.“ LVB (Tore/davon 7m): Röttig (TH), Herrmann (TH, n.e.), Claus (TH, n.e.); Wagner 3, Eulitz 5, Meiner 9/3, Kostulski, Fritsch 5, Berthold 2, Ziemann, Höhne 4/1, Zart 4, Pietzsch 2
Die traditionelle LVB-Talkrunde nach dem Spiel mit Gästetrainer Ralph Börmel und LVB-Coach Jens Große sowie Moderator Peter Pfefferkorn. Video bereit gestellt von 8Sport.
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