1.Männer:
SG LVB - EHV Aue (Sonntag, 14 Uhr, Sporthalle Brüderstraße)
LVB bereit für Hammerspiel gegen Aue
17.09.11 von Norbert Töpfer (LVZ).
LVB-Trainer Jens Große lässt sich von den respektablen drei Punkten aus den ersten beiden Drittliga-Spielen nicht blenden. "Wir sind zwar sehr zufrieden, diese Ausbeute gegen zwei Zweitliga-Absteiger geholt zu haben. Aber wir haben zunächst nur den Klassenerhalt im Kopf", sagt der Handball-Coach vor dem Hammerspiel am morgigen Sonntag (14 Uhr, Brüderstraße) gegen den EHV Aue, einen weiteren Absteiger, der trotz seiner besten Saison in der zweithöchsten Klasse aufgrund der Bildung der eingleisigen zweiten Liga absteigen musste.
Große erwartet einen heißen Kampf in der unteren Tabellenregion. "Denn drei Absteiger sind eine ganz Menge bei nur 16 Teams. Da sind 32 bis 34 Punkte nötig, um den Klassenerhalt zu schaffen." Er bangt um den Einsatz von Sascha Meiner, dem besten Torschützen der Aufstiegssaison. Der Linksaußen plagt sich mit einer Bänderdehnung im Fuß herum.
"Die Auer sind für mich zusammen mit den Dessau-Roßlauern die Favoriten auf den Staffelsieg. Beide Klubs haben sich ja auch dazu bekannt, sofort wieder aufzusteigen." Große erwartet eine Kulisse wie beim 31:27-Sieg gegen die Gäste aus Sachsen-Anhalt, als zum Saisonstart 700 Zuschauer kamen. "Die Voraussetzungen sind gut. Aue wird mit 150 Fans anreisen und der SC DHfK spielt an diesem Wochenende auswärts", meint der LVB-Coach.
Er sieht für seine Männer nur eine Chance zu punkten, "wenn alle an ihre Leistungsgrenze gehen". Er meint damit aber nicht nur seinen ersten Sechser, sondern alle Akteure, die zum Einsatz kommen. Um erfolgreich zu sein, müssten die Leipziger vor allem die schnellen Konter der Auer verhindern und den aus Großes Sicht besten Rückraum der dritten Liga weitgehend ausschalten.
Carlo Wittig, ehemaliger LVB-Akteur und seit 2008 in Diensten der Auer, lacht, wenn er vom Kampf gegen den Abstieg der Leipziger hört. "Das sehe ich anders. Sie haben einen richtig guten Kader. Das Team wird mit dem Kampf um den Klassenerhalt nichts zu tun haben. Die stapeln tief", sagt der Fernstudent, der mit seinen EHV-Kollegen bis zu acht Einheiten pro Woche absolviert. "Wir wollen wieder aufsteigen. Deswegen betreiben wir den gleichen Aufwand wie in der zweiten Liga. Wir deutschen Spieler gehen zwar alle arbeiten, aber nicht in Vollzeit."
Norbert Töpfer in der Leipziger Volkszeitung vom 17.09.2011, Seite 29
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