05.03.11 von Martin Glass.
Glinde. Die LVB-Handballer sind nach einem 34:27 (13:10)-Sieg am Freitagabend bei der SG Eintracht Glinde wieder Tabellenführer der Mitteldeutschen Oberliga und somit auf einem Aufstiegsplatz. „Wir haben heute stark gespielt und sind geschlossen aufgetreten“, lobt Trainer Jens Große seine Spieler.
Vor allem in der Deckung standen die Messestädter sicher und legten den Grundstein für den Kantersieg. Bester LVB-Werfer des Abends war Sascha Meiner mit sechs Toren, davon drei Siebenmetern.
„Durch unsere konsequente Abwehr, vor allem den Wechsel zwischen 6:0 und 5:1, haben wir immer wieder Druck aus dem Spiel des Gegners genommen“, so Große. Seine Akteure haben sich laut seiner Aussage offen den Zweikämpfen gestellt und so leichte Tore der Hausherren verhindern können. Max Ziemann als neuer Abwehrchef und Ersatz von Alexander Pietzsch habe wie die gesamte Mannschaft seine Sache sehr ordentlich gemacht. „Kleine Dinge müssen wir noch verbessern, das kommt aber vor allem bei Max auch mit der Erfahrung“, so der LVB-Übungsleiter.
Im Angriff stand den Leipzigern allein in der ersten Halbzeit fünfmal das Aluminium im Wege, sodass die Partie bis zur 20. Minute ausgeglichen war (8:8). Die Gäste schalteten den Turbo ein und zogen bis zur Pause auf 13:10 davon. Nach dem Seitenwechsel ging es wie zuvor weiter, LVB setzte sich konsequent über 14:11 und 22:18 ab. Obwohl Trainer Große locker durchwechselte, kam kein ein Bruch im Spiel der Leipziger zustande. Christoph Sickora, als Verstärkung auf Linksaußen vor kurzem aus der zweiten Mannschaft ins Team gewechselt, konnte so seine ersten Saisontore in der Oberliga erzielen.
Auch die rote Karte für Krzysztof Zart zehn Minuten vor Ultimo aufgrund seiner dritten Zeitstrafe trübte keinesfalls die Stimmung und den Spielfluss. Der Rückraum-Shooter stimmte mit den rund 20 mitgereisten Leipziger Fans auf der Tribne Spitzenreiter-Gesänge an.
„Das war heute eine komplette Mannschaftsleistung. 34 Tore muss man auch erst einmal auswärts schießen. So kann es weitergehen“, freut sich Jens Große. Den Aufwärtstrend bestätigen kann der Ligaprimus am nächsten Sonntag um 13 Uhr in der heimischen Sporthalle Brüderstraße in Leipzig. Mit dem HSV Ronneburg empfangen die Blau-Gelben den aktuellen Tabellen-Sechsten der Mitteldeutschen Oberliga. Der 39-jährige Übungsleiter prophezeit ein heißes Match, weiß aber auch „das wir mit der Form vom Glinde-Spiel ab einem Torabstand von drei oder vier Toren schwer einzuholen sind“.
LVB (Tore/davon Siebenmeter): Frank Herrmann (TH), Manuel Röttig (TH) - Georg Eulitz 4, Sascha Meiner 6/3, Jacob Fritsch 5, Max Berthold 5, Daniel Kunz 1, Max Ziemann 1, Jan Höhne 2, Krzysztof Zart 5, Felix Randt 1, Sebastian Lorenz-Tietz 2, Christoph Sickora 2
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LVB wieder an der Spitze - Oberliga-Handballer bezwingen Glinde mit 34:27
Zwei Monate mussten die Handballer der SG LVB warten, um das letzte Hinrundenspiel in der Mitteldeutschen Oberliga nachzuholen. In dieser Zeit waren sie stets auf Rang zwei hinter der führenden HSG Freiberg (30:8) platziert. Mit einem klaren 34:27 (13:10)-Sieg beim Schlusslicht Eintracht Glinde sind jetzt die Leipziger (31:7) an die Tabellenspitze zurückgekehrt.
In der Elbe-Sporthalle konnten die aufopferungsvoll um den Klassenerhalt kämpfenden Hausherren nur bis zur 17. Minute (8:8) Paroli bieten. Danach wurden die Männer von LVB-Trainer Jens Große ihrer Favoritenrolle zunehmend gerecht. "Wir haben den Grundstein des Erfolges in der Abwehr gelegt. Nach mehreren Pfosten- und Lattentreffern lief es bei uns nach der Pause im Angriff richtig rund. Auch die eingewechselten Spieler haben sich nahtlos eingefügt. Die gesamte Truppe hat heute meine Erwartungen hundertprozentig erfüllt", freute sich Coach Große. Sein Kapitän Max Berthold, der erneut als Leitfigur wichtige Akzente setzte, sagte: "Ausschlaggebend waren meines Erachtens konditionelle Vorteile, die wir diszipliniert und mit sicheren Abschlüssen genutzt haben."
Beim 31:23 (55.) waren die Punkte vorzeitig in trockenen Tüchern. Sascha Meiner erzielte als bester Werfer sechs Treffer. Obwohl noch sieben Partien zu absolvieren und dabei hohe Hürden auf dem Weg zum Staffelsieg zu überspringen sind, feierten die Sachsen mit lustigen Gesängen auf der Heimfahrt bis Mitternacht erst einmal ihre Rückkehr an die Spitze. Horst Hampe
LVB: Herrmann, Röttig; Meiner 6/3, Zart 5, Ziemann 1, Fritsch 5, Berthold 5, Eulitz 4, Lorenz-Tietz 2, Kunz 1, Randt 1, Höhne 2, Sickora 2.
Horst Hampe in der Leipziger Volkszeitung vom 07.03.11, Seite 29